Archive for the ‘zitat’ Category

Er ist’s

März 28, 2012

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab‘ ich vernommen!

[Eduard Mörike, 18290]

Fasteneinstieg zu Zeiten Jesu

März 14, 2012

Darum sucht einen großen Rankkürbis mit einer Ranke von der Länge eines Mannes; nehmt sein Mark aus und füllt ihn mit Wasser des Flusses, das die Sonne erwärmte. Hängt ihn an den Ast eines Baumes und kniet auf den Boden vor dem Engel des Wassers und führt das Ende der Ranke in euer Hinterteil ein, damit das Wasser durch alle eure Eingeweide fließen kann. Lasst das Wasser dann aus eurem Körper fließen, damit es aus dem Inneren alle unreinen und stinkenden Stoffe des Satans wegspült. Und ihr werdet […] mit eurer Nase all die Abscheulichkeiten und Unreinheiten riechen, die den Tempel eures Körpers beschmutzen, und sogar all die Sünden, die in eurem Körper wohnen und euch mit allen möglichen Leiden foltern.

Schriften der Essener

5’43 Howe Gelb – This Purple Child (1998)

März 3, 2011
https://docs.google.com/uc?id=0B6VP-jaS7U-JYWVhNjc5MjUtYTM5Yy00NTI4LWFkYmYtNWM2NDY2MGNjM2I1&export=download&hl=de

there’s some monster within slipping from sleeping to arise.
and there’s some angels there too down and deep within darkening eyes.

In memoriam von unserem Ex-Verteidigungsminister, der gestern wohl die weiseste Entscheidung seines Lebens getroffen hat. Glückwunsch nachträglich. Drei Zitate ohne Quellenangabe. Sozusagen ein Plagiat mit Ansage. Beim letzten Zitat bin ich mir nicht sicher, ob es nicht auch schon ein Plagiat war. Da kursiert so ein Gerücht in den sozialen Netzwerken, das eigentlich zu schön ist, um wahr zu sein.

About the song:

There is this horn section sample after 2:50 which sounds like an intruder from outer space in the balanced song. For the next two minutes I just wait for this extraterrestrian to come back. And it does.

Von einem, dem die Zeit wie Sand durch die Hände rinnt:

Traum: Auf der Oberfläche der Sonne verursacht eine von der Erde ausgesandte Sonde eine Störung. Zuerst sieht man nur einen kleinen schwarzen Fleck, der sich aber rasch ausbreitet. Schließlich erlischt die Kernfusion auf der Sonne ganz. Im Dunkeln suche ich mit C. nach Kerzen. Aber sinnvoll scheint das nicht. Es kann nur noch Tage oder Stunden dauern, bis die Temperatur auf diesem Planeten für immer bei minus 273 Grad angekommen ist, da helfen Kerzen jetzt auch nicht weiter. Wir resignieren.

Last but not least:

Ich war immer bereit zu kämpfen. Aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht.

(The list of all 343 selections since 1st February 2010 is here.)

Tier- und Völkerkunde

Januar 3, 2011

Die Deutschen ähneln Elefanten. Auf den ersten Blick wirken sie grob und wild, doch sobald man sie gestreichelt hat und ihnen schmeichelt, werden sie sanftmütig. Dann braucht man nur noch die Hand auf ihren Rüssel zu legen, und sie lassen einen willig auf ihren Rücken klettern.

[Voyage en Allemagne, Montesquieu, laut der Zeit noch nicht vollständig publiziert]

Auf dem Jakobsweg gelesen

Dezember 6, 2010


Das ist gleichzeitig eine idealistische wie auch eine pragmatische Perspektive. Man könnte mit einer Betonung des existentialistischen Aspekts auch sagen: „Die Freude ist in uns oder sie ist nicht.“ Das würde mir als kategorische Aussage fast noch besser gefallen. Ist aber als Satz etwas freudlos…

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September 6, 2010

Beauty: The power by which a woman charms a lover and terrifies a husband.

Ambrose Bierce

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August 30, 2010

History will be kind to me for I intend to write it.

Winston Churchill

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August 17, 2010

verkatert aufwachen gegen rechts

Ein Lothar Matthäus

August 10, 2010
  • läßt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal.
  • gehört in den Sportteil und nicht auf die Klatschseiten.
  • spricht kein Französisch.
  • auf neuem Kurs.
  • denkt um.
  • ist auch eher ein Kandidat für den Chef-Posten.
  • spricht nicht über Lothar Matthäus.
  • braucht keine dritte Person, er kommt sehr gut allein zurecht.
  • lässt sich nicht verarschen!
  • gibt nie auf.

(Quelle)

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Juli 6, 2010

Eines der besten Mittel gegen das Altwerden ist das Dösen am Steuer eines fahrenden Autos.

Juan Manuel Fangio

im irrturm

Dezember 16, 2009

wenn das leben ohne musik ein irrthum wäre, dann ist es mit musik noch lange nicht kein irrthum. aber irrthum mit h ist der ultimative irrtum, der aber ziemlich cool aussieht. ich glaub ich weiß jetzt wieso der philosoph irre geworden ist. wenn man die logik und die orthographie gegen sich hat, dann muss man ja verrückt werden.

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November 27, 2009

when i woke up you were gone
and the sun was on the lawn
empty pillow with perfume on
[neil young – too far gone]

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November 19, 2009

Remembering is just forgetting to forget.

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November 14, 2009

In antique times, Greeks didn’t describe dreams as something that happened in their heads while they slept, but as something that descended from heaven, you saw your dream approach like a window opening into the world of the Gods, and once the message was delivered, this window went away, it vanished into the distance. (q)

morgen, glück, versprechen

September 13, 2009

In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig?
In der Nacht unterm Sternenhimmel, wenn es still wird und ich eine unglaubliche Weite spüre. Oder morgens am Meer, wenn das Wasser noch glatt ist und die Sonne aufgeht. Schwimme ich in diesem Morgenlicht, in dieser Stille, ohne Wellen, ohne Wind – das sind Momente, in denen ich richtig glücklich bin, auf der Welt zu sein. Dann habe ich das Gefühl, ich gehe in etwas auf, ich bin Teil von etwas. Man hat ja eine Sehnsucht nach der Harmonie und dem Nicht-mehr-auf-sich-selber-Blicken. Oft genug ist man unglücklich und fragt sich: Warum muss ich weiterleben? Warum bin ich überhaupt geboren? Vergänglich und vergeblich, das war bei mir schon immer als Gefühl stark beieinander. Ich war ein fröhliches Kind, aber dann kam plötzlich so eine schwere Wolke, die sich auf mich legte. Trotzdem habe ich dagegen angelebt, ich habe gekämpft. Und früh am Morgen, im Meer schwimmend, ist dieses Grundgefühl weg. Die Morgenstimmung ist ja immer mit Hoffnung verbunden; dieses sanfte Morgenlicht, wo der Tag noch ein Versprechen ist, da fühle ich mich glücklich.

(Margarethe von Trotta im Gespräch mit chrismon)

on the long run

September 8, 2009

I started smoking again after quitting for 7 years. I was in a what-is-the-point-of-everything mood while visiting my 92 year-old father (who still smokes!), bummed one of his cigarettes, and was hooked again…

I don’t think I will make it through 7 bloody years. Today was another climax of craving. I got up at 5, cycled on the ergometer (the fag after the exercise is the best in my memory), worked from 7 to half 7, those bloody deadlines, that bloody fair. Additionally it was Indian summer weather, 25 degrees Celsius and more. I don’t remember anymore how I could resist the nicotine. The craving is fading away slowly and it pisses me off. I let the occasion pass to smoke a roll-up while I was craving it. There will be more.

Another view on God

September 7, 2009

Because here’s something else that’s true. In the day-to-day trenches of adult life, there is actually no such thing as atheism. There is no such thing as not worshipping. Everybody worships. The only choice we get is what to worship. And an outstanding reason for choosing some sort of God or spiritual-type thing to worship — be it J.C. or Allah, be it Yahweh or the Wiccan mother-goddess or the Four Noble Truths or some infrangible set of ethical principles — is that pretty much anything else you worship will eat you alive. If you worship money and things — if they are where you tap real meaning in life — then you will never have enough. Never feel you have enough. It’s the truth. Worship your own body and beauty and sexual allure and you will always feel ugly, and when time and age start showing, you will die a million deaths before they finally plant you. On one level, we all know this stuff already — it’s been codified as myths, proverbs, clichés, bromides, epigrams, parables: the skeleton of every great story. The trick is keeping the truth up-front in daily consciousness. Worship power — you will feel weak and afraid, and you will need ever more power over others to keep the fear at bay. Worship your intellect, being seen as smart — you will end up feeling stupid, a fraud, always on the verge of being found out. And so on.

(Adapted from David Foster Wallace’s 2005 Kenyon college commencement speech)

Am besten fickt man erst und badet dann (Brecht)

September 4, 2009

Ich höre fern das Plätschern deiner Wasser
Ich fühl das Herz in meine Hode sinken.
Es drängt mich wieder dein Pipi zu trinken,
Weil ich ein ruchlos raffinierter Prasser.
(Friedrich Schlegel)

Es drängt mich, dein Pipi zu trinken,
und sieh, nun trinke ich bereits.
O welch Genuss bei deinem Beinespreiz,
o wie die Wasser hurtig blinken.
(Joachim Ringelnatz)

kleine geräusche

September 4, 2009

Er war nicht schön, nicht reich, nicht besonders charmant und kein großer Redner, aber er war der Frau mit wunderbarem Gleichmut beständig zugetan, und er machte beim Schlafen kleine Geräusche, „die schöner waren als alle, die ich kannte, weil sie einer machte, den man mochte, und weil er doch leben musste, um Geräusche zu machen, die mir ein Zelt bauten in der Nacht.“

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September 2, 2009

Platthaus findet es gespenstisch, dass das Unvorstellbare, Jens könne irgendwann einmal Goethe-Verse vergessen, nun tatsächlich eingetreten ist, und hofft beklommen, dass er aber die Sturmaufstellung von Eimsbüttel noch parat hat.

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September 2, 2009

Während sie die Schlaflosigkeit zunächst als Zuwachs an Vitalität und Lebensqualität erlebe, kommt ihr nach 17 Tagen der erschreckende Gedanke, dass sie vielleicht in Wirklichkeit gestorben sei und der Tod somit keineswegs ewigen Schlaf, sondern immer währendes Wachsein bedeutet

Mike Patton in noise mode

Juni 23, 2009

If you want to get an idea of what this is like, imagine this:

The Emergency Broadcasting Channel tonal noises, raised about 10000 octaves, to produce the most ear-splitting continous beeping, just shy of a dog-whistle. Add to that, the sounds of bus-boys who, while carrying a full load of dirty dishes, drops it all. Glasses, silverware, dishes, sauces, etc., all come crashing down. Cut and paste a few chirping bird noises and the sound of a man having his throat slit (i.e., Mike Patton) while trying to speak and gargle mouthwash at the same time. Next, imagine 500 diesel engines all trying to start at the same time, but can’t. Then, for good measure, imagine 1500 grindstones all being used at the same time to sharpen axe blades. Lastly, throughout the entirety of the above, imagine 400 jet engines running constantly, while 6000 short-wave radios are all trying to tune in different channels at the same time (constantly).

(Customer review of She by Maldoror found via Fun With Amazon Reviews)

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Juni 6, 2009

In seinen Texten herrscht eine Ruhe, in der wir unser eigenes Herz schlagen hören.

(Vorwort zu Walter Kappacher: Selina oder das andere Leben)

A 80 balais, il creuse encore…

April 8, 2009


Moi je t’offrirai
Des perles de pluie
Venues de pays
Où il ne pleut pas
Je creuserai la terre
Jusqu’après ma mort
Pour couvrir ton corps
D’or et de lumière

Je ne vais plus pleurer
Je ne vais plus parler
Je me cacherai là
A te regarder
Danser et sourire
Et à t’écouter
Chanter et puis rire
Laisse-moi devenir
L’ombre de ton ombre
L’ombre de ta main
L’ombre de ton chien
Ne me quitte pas

Jacques Brel (8.4.1929 – 9.10.1978)

credit crunch ten years ago

April 2, 2009

Als er 1999 versuchte, einen Kredit für ein Internetprojekt zu bekommen, lehnte der Banker mit der Begründung ab: „Wer weiß, ob es in ein paar Jahren das Internet überhaupt noch gibt?“ Aus heutiger Sicht wäre die richtige Antwort gewesen: „Wer weiß, ob es Ihre Bank in ein paar Jahren noch gibt?“ (Quelle)

no future

März 29, 2009

Cohn-Bendit: Verstaatlichung ist höchstens als kurzfristige Rettungsmaßnahme sinnvoll. Staatliche Banken sind doch nicht besser als private, wenn sie sich den Marktmechanismen unterwerfen. Die Manager von Staatsfirmen gehen auch nicht verantwortungsvoller mit der Natur um. Unser strategisches Problem ist: Der Markt kennt das Wort Zukunft nicht. Auf dem Markt müssen Sie kurzfristig denken. Aber die Politiker müssen langfristig denken und handeln, wenn sie die Zukunft gestalten wollen. (q)

Den letzten Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Der einzige Politiker, der über den Tellerrand des nächsten Wahltermins hinaussieht, ist keiner mehr, denn das wäre höchstens der elder statesman.

saviour’s sex

März 28, 2009

William ist von einer Mission beseelt: Er ist überzeugt, dass die Welt in wenigen Stunden untergehen wird – und dass er berufen ist, sie zu retten. Als Einziger hat er die Zeichen erkannt und gedeutet, und jetzt muss er sich beeilen und die überhitzte Welt abkühlen, bevor sie verglüht. Lektürefetzen zur Klimakatastrophe haben sich in seinem Kopf mit diffusen Erlösungsphantasien zu einer bizarren, in sich aber vollkommen schlüssigen Überzeugung verquickt: Die Welt ist in ihm, deshalb kann er sie, indem er sich selbst abkühlt, mitabkühlen. Für diesen Temperatursturz aber muss er ein Opfer bringen, das ihn, ganz wie der Anblick von Geld, mit Sehnsucht und Ekel zugleich erfüllt: Er muss mit jemandem Sex haben.

(Aus einer Besprechung von John Wray’s Retter der Welt (Originaltitel: Lowboy))

Where is the grim reaper when you need him?

März 24, 2009

Personally, I am hoping for one of those massive heart attacks (not the little sort that merely leave you an invalid). So too are most of the doctors that I know. Going out with a bang on the golf course is the physicians‘ preferred exit route. Though quite why they persist in prescribing for the rest of us pills that will make such an event less likely and consign us to far less desirable forms of death, is a bit of a mystery. I’m still waiting to meet a medic who greets my high blood pressure and raised cholesterol with a smile and a warm prediction of a premature but speedy end. (source)

What a naive question about the fact that doctors prescribe medicine which does prolong the life of a person who has turned into a zombie. They and the whole „health“ industry want to make money, what else. A quick, painless death of the patient is not in their interest. Their favourite scenario would be a long, painless death where lots of pills and other medicine will be consumed by the patient. Maybe I should restart smoking just for maximizing my chance for a massive heart attack. But of course tonight I have no urge whatever to smoke. Tomorrow then.

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März 16, 2009

Gestern ist mir wieder eingefallen, was ich nach dem vorletzten oder vorvorletzten Amoklauf gelesen habe. Wie die Leichen dagelegen haben hinterher auf dem Tatort. Und wie dann in ihren Taschen die Handys zu klingeln begonnen haben, weil noch Angehörige und Freunde angerufen haben, die noch nicht wussten, dass ihr Anruf nicht mehr beantwortet werden wird. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, in irgendeinem Artikel, in dem ein Polizist Auskunft über seine Erlebnisse gegeben hat.

(PP in seinem neuen Blog)

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März 11, 2009

Dann stieß ihm seine Freundin zu Weihnachten wütend den neuen Alessi-Korkenzieher in jenen Körperteil, den seine Kollegen Porsche nennen und den Daniel, wie er selbst es formuliert, schon in vielen Garagen geparkt hat.

(aus einem Verriss von Bodo Kirchhoff’s neuem Buch Erinnerungen an meinen Porsche, wo sich ein Investmentbanker an die guten Zeiten erinnert)

mor(t)al hazard

März 10, 2009

There is a basic principle in environmental economics called „the polluter pays“: polluters must pay for the cost of cleaning up their pollution. American banks have polluted the global economy with toxic waste; it is a matter of equity and efficiency that they must be forced, now or later, to pay the price of cleaning it up. As long as the banking sector feels that it will be bailed out of disasters–even ones it created–we will continue to have a moral hazard. Only by making sure that the sector pays the costs of its actions will efficiency be restored.

(Joseph E. Stiglitz – A Bank Bailout That Works in The Nation)

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März 8, 2009

Warum aber, so eine der Fragen, über die Medien und Regierung hinweggehen, warum werden dann die Banken mit Geld gefüttert und nicht die Familien und Haushalte, die ihre Kreditzinsen nicht mehr bezahlen können? Dann bekäme das Banksystem Geld, und zugleich würden Eltern und Kinder nicht aus ihren Häusern gejagt. Vermutlich würde dann allerdings deutlich werden, dass die sogenannten faulen Kredite nicht mehr als ein kleiner Auslöser der Krise waren.

(Friedrich Krotz in der taz)

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März 8, 2009

Bücher sind die festverzinslichen Wertpapiere des Erinnerungsmarktes, meint Eco. „Wenn ich meinen Computer oder mein E-Book aus dem fünften Stock schmeiße, kann ich todsicher sein, dass alles verloren ist. Ein Buch bekommt höchstens einen Knick.“

(Umberto Eco in L’espresso übersetzt vom Perlentaucher)

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März 6, 2009

I had kind of a midlife crisis at twenty, which probably doesn’t augur well for my longevity.

(David Foster Wallace quoted in this long New Yorker article)

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Februar 12, 2009

Why are people so quick to love movies, books, songs, paintings, restaurants, and sports teams but so slow to love other people?

u bet

Februar 12, 2009

„Er wird großartig sein“, hatte Obama gesagt. Und: „Ich werde dafür sorgen, dass Tim seinen Moment im hellen Sonnenschein bekommt.“

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Januar 23, 2009

statistik ist opium für vollkoffer

ILM post of the day

Januar 20, 2009

A succinct and apt description of Joy Divison’s music from the surprisingly active thread with the seemingly arbitrary juxtaposition of Pink Floyd vs. Joy Division (I agree that it would be more correct to confront PF against JD+NO as PF was two bands as well, with and without Syd Barrett):

… Joy Division eschew decoration. Their music is stripped down, clean, reduced to mechanical functionality, never more than it needs to be. They emphasize the materiality and physicality of their instruments, rarely pushing them outside a narrow range of effects. As a result, their music is raw yet restrained, coldly monochromatic, even sterile. More than anything else, it is coherent. It is of a piece. In this, it is, perhaps, the purest pop embodiment of modernist ideals, and it rigidly obeys the dictates of its own, spartan aesthetic. The fact that they existed for such a short time only makes their artistic thumbprint that much sharper. …

― Calling All Creeps! (contenderizer), Monday, 19 January 2009 16:35 (Yesterday)