Archive for September 2009

Death – Politicians in My Eyes

September 29, 2009


I am totally addicted to this rock song right now. It is from 1975 by a band from Detroit who has been rediscovered this year. Three black guys riffing hard. What a phantastic dirty guitar sound. Imagine Jimi Hendrix with a better more varied voice switching between rap, soul and shout.

memory quiz

September 29, 2009

Was sagt das über jemanden, wenn er den Titel The Good Earth als The Good World erinnert?

1) Gar nix. Nobody is perfect.
2) Er assoziert Erde mit etwas anderem als dem zweiten Album der Feelies.
3) Die Erde ist ihm zu klein, es muss die ganze Welt sein.
4) Die Erde kann für ihn nicht gut sein, die Welt aber schon. Könnte zumindest, rein theoretisch.
5) Er ist eher ein abstrakter als ein konkreter Denker.
6) Er wollte testen, ob es einer seiner Leser merkt.

(Mehrfachantworten sind möglich)

By the way. Etwas Ländlicheres als das zweite Album der Feelies kann ich mir kaum vorstellen. Es strahlt so eine Ruhe und Gelassenheit aus. Die zarten Gitarrenmelodien scheinen vom Wind gehaucht zu sein. Man riecht die kühle Frische der Musik förmlich. Unbeschwert und gleichzeitig erdverbunden. Natürlichkeit pur. Breitwandkino für die Ohren. Nachdem man es das erste Mal gehört hat, versteht man nicht mehr, wie man vorher ohne es leben konnte. Aber das steht auch schon so ähnlich in dem zweiten nostalgischen Post oben.

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September 23, 2009

wenn man sein weblog nur noch für eine person schreibt, könnte man eigentlich auch eine e-mail schreiben. außer man will, dass alle anderen es auch mitkriegen. könnten. wenn sie wollten. so ähnlich wie beim handytelefonieren in der öffentlichkeit. da gibt es auch immer einen größeren rezipientenkreis. man könnte auch kollateralschaden sagen. wobei webloggen ja ganz offensichtlich höflicher und diskreter ist. weil man niemanden dazu zwingt, mitzulesen.

keep smiling and dance on

September 23, 2009


heute morgen serviert mir mein ipod ein liedchen von the english beat namens „mirror in the bathroom“. hab es vorher noch nie gehört, bin sofort hin und weg. eine tolle melodie gekoppelt mit einem wahnsinnsgroove plus einer coolen saxophonlinie. wie konnte ich diese band bis jetzt so völlig ignorieren? gefällt mir besser als madness. bessere partymusik als diese reggae-ska-popnummer gibt es ja wohl kaum. auch die band konnte damals ihrem eigenen beat nicht widerstehen wie man im video sehen kann. die dubversion auf meinem ipod hat allerdings noch mehr schmiss. ich höre sie gerade zum gefühlten zwanzigsten mal.

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September 18, 2009

den ganzen tag gefragt zu werden und antworten zu müssen, macht mich aggressiv gegenüber leuten, die nichts fragen, die nicht sofort zum punkt kommen, die nichts von mir zu wollen scheinen. heute habe ich ungefähr so viele telefongespräche geführt wie sonst in einem monat.

was mache ich hier?

September 18, 2009

habe ich mich heute gefragt. nach dem märchen der alptraum. heute mittag habe ich fast die fassung verloren. manche sachen glaubt man nicht bevor man sie sieht. details kann ich hier nicht preisgeben, aber es hat mit internet, geld und messe zu tun. und „kundenfreundlichkeit“ in ganz fetten anführungszeichen.

fair tale #1

September 17, 2009

ich glaube es war am ersten pressetag, am dienstag, gefühlte 10 millionen jahre her, da klingelte kurz nach 7 das telefon in unserer info am torhaus und da war eine weibliche stimme, die ich kaum verstanden habe. sie sprach etwas gebrochen deutsch, sie wollte mit der verkehrszentrale sprechen. oder so was ähnlichem. keine ahnung. sie kam irgendwie nicht dahin wo sie hinwollte. ein schlüsselproblem? ich hab es nicht kapiert. völlig egal. jedenfalls kommt sie gestern nachmittag an unserer info vorbei, lacht mich an und entschuldigt sich für ihren anruf am frühen morgen. wir smalltalken etwas, sie lächelt und lächelt. ich bin total hin und weg. heute kam sie wieder vorbei und sagte mir auf nachfrage, dass sie telefonhotline für die messe macht. und lacht mich wieder an als gäbe es kein morgen. so eine süße habe ich lange nicht mehr getroffen.

morgen, glück, versprechen

September 13, 2009

In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig?
In der Nacht unterm Sternenhimmel, wenn es still wird und ich eine unglaubliche Weite spüre. Oder morgens am Meer, wenn das Wasser noch glatt ist und die Sonne aufgeht. Schwimme ich in diesem Morgenlicht, in dieser Stille, ohne Wellen, ohne Wind – das sind Momente, in denen ich richtig glücklich bin, auf der Welt zu sein. Dann habe ich das Gefühl, ich gehe in etwas auf, ich bin Teil von etwas. Man hat ja eine Sehnsucht nach der Harmonie und dem Nicht-mehr-auf-sich-selber-Blicken. Oft genug ist man unglücklich und fragt sich: Warum muss ich weiterleben? Warum bin ich überhaupt geboren? Vergänglich und vergeblich, das war bei mir schon immer als Gefühl stark beieinander. Ich war ein fröhliches Kind, aber dann kam plötzlich so eine schwere Wolke, die sich auf mich legte. Trotzdem habe ich dagegen angelebt, ich habe gekämpft. Und früh am Morgen, im Meer schwimmend, ist dieses Grundgefühl weg. Die Morgenstimmung ist ja immer mit Hoffnung verbunden; dieses sanfte Morgenlicht, wo der Tag noch ein Versprechen ist, da fühle ich mich glücklich.

(Margarethe von Trotta im Gespräch mit chrismon)

wer die wahl hat, hat die qual

September 12, 2009

wir haben vorhin einen kleinen spaziergang durch die streuobstwiesen zum kronberger herbstmarkt gemacht. da steht vor uns an einem modestand ein mann mit dem rücken zu uns im anzug. es redet ein kronberger zu ihm über seinen verein (wahrscheinlich den mtv) und guckt ihm tief in die augen. ich denke erst, der mann im anzug ist der besitzer des modeladens, dann sehe ich ihn von vorne und seine rote fliege und sein mönchischer rundhaarschnitt stechen ins auge. es ist heinz riesenhuber. er ist alt geworden, das gesicht fast schon mumienmäßig eingetrocknet. habe gerade gegogelt und gefunden, dass er jahrgang 35 ist. das hätte ich nicht gedacht, hab ihn immer noch als smarten, dynamischen forschungsminister mitte, ende der achtziger im kopf. er ist auch bei dieser bundestagswahl wieder der direktkandidat der cdu. auf den wahlplakaten ist er nicht einmal drauf, wahrscheinlich weil er sowieso den main taunus wahlkreis gewinnen wird, vor 4 jahren bekam er 51%. interessanterweise haben sie 2002 kronberg und königstein, die eigentlich zum hochtaunuskreis gehören wahltechnisch in den mtk eingemeindet. honi soit qui mal y pense. in any case wurde ich wieder an die wahl erinnert und dass ich obwohl ich nur weiß, wen ich nicht wählen will, nämlich eigentlich alle der parteien, die da antreten, doch nicht meine stimme verschenken will. und da am 27. letzter iaa-tag ist, muss ich auch noch die briefwahl beantragen. was für ein theater.

hyped 2 death

September 11, 2009

das abo von unendlicher spaß gekündigt. ein weblog von lesern der deutschen übersetzung eines über zehn jahre alten buches, das keine handlung auf die reihe kriegt und nur so mit abgedrehten worten um sich schmeißt und außerdem von einem typen geschrieben wurde, der sich inzwischen gekillt hat. wer braucht denn so was? das ist ja wohl bullshit hoch 10.

Geheimsprache

September 11, 2009

Sie wollen mir etwas sagen, die Kfz-Kennzeichen. Vorhin auf der Autobahn DA-RE 90, dann bei Aldi F-AG 240.

P.S. Heute am Samstag bei Kia wieder DA-RE sowie SO-UL.

Waiting for my woman

September 11, 2009

Der Typ, der im Sinne eines System-Shutdowns 200 Gramm Gras in 4 Tagen wegrauchen will und auf die Frau wartet, die ihm den Stoff vorbeibringen soll.

on the long run

September 8, 2009

I started smoking again after quitting for 7 years. I was in a what-is-the-point-of-everything mood while visiting my 92 year-old father (who still smokes!), bummed one of his cigarettes, and was hooked again…

I don’t think I will make it through 7 bloody years. Today was another climax of craving. I got up at 5, cycled on the ergometer (the fag after the exercise is the best in my memory), worked from 7 to half 7, those bloody deadlines, that bloody fair. Additionally it was Indian summer weather, 25 degrees Celsius and more. I don’t remember anymore how I could resist the nicotine. The craving is fading away slowly and it pisses me off. I let the occasion pass to smoke a roll-up while I was craving it. There will be more.

Another view on God

September 7, 2009

Because here’s something else that’s true. In the day-to-day trenches of adult life, there is actually no such thing as atheism. There is no such thing as not worshipping. Everybody worships. The only choice we get is what to worship. And an outstanding reason for choosing some sort of God or spiritual-type thing to worship — be it J.C. or Allah, be it Yahweh or the Wiccan mother-goddess or the Four Noble Truths or some infrangible set of ethical principles — is that pretty much anything else you worship will eat you alive. If you worship money and things — if they are where you tap real meaning in life — then you will never have enough. Never feel you have enough. It’s the truth. Worship your own body and beauty and sexual allure and you will always feel ugly, and when time and age start showing, you will die a million deaths before they finally plant you. On one level, we all know this stuff already — it’s been codified as myths, proverbs, clichés, bromides, epigrams, parables: the skeleton of every great story. The trick is keeping the truth up-front in daily consciousness. Worship power — you will feel weak and afraid, and you will need ever more power over others to keep the fear at bay. Worship your intellect, being seen as smart — you will end up feeling stupid, a fraud, always on the verge of being found out. And so on.

(Adapted from David Foster Wallace’s 2005 Kenyon college commencement speech)

Prefab Sprout – Let There Be Music

September 6, 2009


I have never been a big fan of Prefab Sprout – too melodramatic or something for my likes – but this song from their upcoming new album is a keeper. There is a lovely tenderness in Paddy Mc Aloon’s voice and the track bursts with positive vibes.

The xx – Crystalised

September 6, 2009


The first thirty seconds of this beam us back into the glorious post-punk days of the early 1980s. A marriage of the powerful, gloomy atmosphere of The Cure around Seventeen Seconds with the minimalistic low-key indie pop tunes of the Young Marble Giants. Sometimes retro can be really cool.

das

September 4, 2009

geilste an so einem blog ist ja, dass es sowieso keiner liest. nach 8 jahren bloggen hatte ich heute 7 visitors. mit anderen worten, man kann es schaffen, im untergrund zu blühen. trotz internet. es geht.

was sonst noch so geschah…

September 4, 2009

ein tag weniger ist ein tag mehr in der erinnerung. in der erinnerung ist ein tag mehr als er eigentlich war bevor man sich an ihn erinnert hat.

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wahr und falsch gibt es nur in der logik. im leben gibt es nur schattierungen. nur grau. hellgrau oder dunkelgrau, what do you prefer? mausgrau. knallgrau.

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nach einer teuren flasche spätburgunder des badischen winemakers (deutsch hat der wohl verlernt) fritz keller, die nach möchtegerngroßwinzer schmeckt (schöne pflaumenfarbe allerdings), ist ein einfacher cru bourgeois aus dem médoc eine unglaubliche offenbarung. plötzlich hat man frucht auf dem gaumen, plötzlich ist da natur. die apotheose des rotweins ist bordeaux und dessen apotheose der pomerol. müsste mir mal wieder einen leisten (leider sind die meist überteuert), um zu testen, ob es immer noch wahr ist.

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eleventh dream day. mein erster wirklicher blogpost von vor über 8 jahren war über sie. gerade auf dem ipod „new rules“, ein gitarrenfreakoutstück á la neil young in seiner fruchtbarsten periode gehört. musste nach ein paar minuten eingrooven dazu pfeifen wie als gäbe es kein tomorrow. dieses improvisierte pfeifen, in dem meine sehr eingeschränkte musikalität sich zu 99% selbst verwirklicht. diese soli verzerrter gitarren. irgendwas wollen die uns sagen. ganz viel blues und lebenserfahrung steckt vda (das verschriebene v lass ich jetzt) drin. eigentlich ist unsere ganze existenz in diesen gitarrensoli drin. und noch etwas mehr. weil die sind transzendent und unsere existenz nicht wirklich.

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ob einzelkinder wohl altkluger (altklüger wäre wohl grammatikalisch korrekter hört sich aber beschissen an) sind als andere kinder? es scheint so. war ich früher auch und bin es wohl noch. das traurige daran ist, dass man nur altklug sein kann, wenn man keine lebenserfahrung hat. da gibt es ein blog auf antville, das ich sehr liebe, wo ein sohn gelegentlich zu worte kommt und wo ich mich manchmal frage, ob es diesen sohn wirklich gibt. weil so schlau kann man in dem alter eigentlich noch nicht sein. ein fünfjähriger alleschecker. so sieht wahrscheinlich die zukunft aus.

Am besten fickt man erst und badet dann (Brecht)

September 4, 2009

Ich höre fern das Plätschern deiner Wasser
Ich fühl das Herz in meine Hode sinken.
Es drängt mich wieder dein Pipi zu trinken,
Weil ich ein ruchlos raffinierter Prasser.
(Friedrich Schlegel)

Es drängt mich, dein Pipi zu trinken,
und sieh, nun trinke ich bereits.
O welch Genuss bei deinem Beinespreiz,
o wie die Wasser hurtig blinken.
(Joachim Ringelnatz)

kleine geräusche

September 4, 2009

Er war nicht schön, nicht reich, nicht besonders charmant und kein großer Redner, aber er war der Frau mit wunderbarem Gleichmut beständig zugetan, und er machte beim Schlafen kleine Geräusche, „die schöner waren als alle, die ich kannte, weil sie einer machte, den man mochte, und weil er doch leben musste, um Geräusche zu machen, die mir ein Zelt bauten in der Nacht.“

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September 2, 2009

kann mal jemand die kifferszenen und die teile, die über alkoholentzug gehen, zusammenschreiben von diesem monstrum? für den rest ist mein interesse begrenzt. über tennis zu lesen ist ja noch öder als tennis zu gucken. tennis kann man eigentlich nur spielen, natürlich geht das nur, wenn man kann. heute müssen einfach mal ein paar worte raus aus dem system. ich bitte das vielmals zu entschuldigen. zu irgendwas muss so ein blog ja gut sein.

dfw

September 2, 2009

Jemand hat Ironie mal so definiert: Ironie ist das Lied eines Vogels, der seinen Käfig liebt. Der Vogel singt davon, wie sehr er sein Eingesperrtsein hasst, aber tatsächlich fühlt er sich ganz wohl in seinem Käfig .

coincidentia

September 2, 2009

und was spuckt mein ipod vorhin nach zwei drei liedern shuffle aus? eine liveversion von nouvelle vague’s cover von ever fallen in love. buzzcocks, was für ein geiler name und was für wahnsinnsmelodien. ganz klar meine lieblingspunkband. wenn man mal joy division’s anfänge außen vor lässt.

warning

September 2, 2009

ich muss jeden, der sich dazu entschlossen hat, mit dem rauchen aufzuhören, dringend davon abraten, eine derart weitreichende entscheidung zu treffen, deren konsequenzen er oder sie zum jetzigen zeitpunkt noch gar nicht absehen kann. ich weiß, wovon ich rede, ein bisschen zumindest. seit einem jahr bin ich nun in diesem langweiligen klub der nichtraucher, es hat mir nix gebracht. die lust, die schmacht hat nie wirklich nachgelassen. der hals tut nach über einem jahr weiter weh, die ganze mundhöhle und der rachenraum sind permanent gereizt. zugenommen habe ich natürlich auch. die hundert kilos sind mal wieder zum greifen nah. wieso tuen sich menschen sowas an? aus masochismus, um sich zu bestrafen. das habe ich verdammt nochmal wirklich nicht verdient.

c&p

September 2, 2009

heute morgen konnte mein computer plötzlich nicht mehr die zwischenablage leeren. und sie dann auch nicht mehr einfügen. ich konnte nicht mehr arbeiten. konnte weder e-mailadressen noch textbausteine noch tabellendaten aus dem clipboard holen. ohne copypaste geht heutzutage gar nichts mehr. da kann man den laden zumachen. was ist das nur für eine welt, in der ich gelandet bin? um zu überleben, muss man kopieren. normal ist das nicht.

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September 2, 2009

Platthaus findet es gespenstisch, dass das Unvorstellbare, Jens könne irgendwann einmal Goethe-Verse vergessen, nun tatsächlich eingetreten ist, und hofft beklommen, dass er aber die Sturmaufstellung von Eimsbüttel noch parat hat.

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September 2, 2009

Während sie die Schlaflosigkeit zunächst als Zuwachs an Vitalität und Lebensqualität erlebe, kommt ihr nach 17 Tagen der erschreckende Gedanke, dass sie vielleicht in Wirklichkeit gestorben sei und der Tod somit keineswegs ewigen Schlaf, sondern immer währendes Wachsein bedeutet