Archive for the ‘stats’ Category

1578

August 26, 2021

Viel mehr Haikus als

legale Schachstellungen.

Noch mehr Atome.

10010111101

März 19, 2021

In hundert Jahren

längere Nummerierung

als Silbenanzahl.

1148

März 4, 2021

Die Korrelation

zwischen Alter und Krankheit

nähert sich der Eins.

1103

Februar 18, 2021

00000

1101011

01001

998

Januar 21, 2021

eins eins zwei drei vier

eins drei minus eins eins eins

drei zwei eins eins zwei

[Gerundete Abweichungen der durchschnittlichen Monatstemperaturen von Oktober 2019 bis Dezember 2020 zum Mittel von 1981-2010 in Frankfurt/Main, in Grad Celsius]

906

Dezember 22, 2020

Lebenserwartung

noch rund hundert Millionen.

In Atemzügen.

888

Dezember 16, 2020

Wenn man immer nur

mit dem Schlimmsten rechnet, dann

tritt es meist nicht ein.

845

November 28, 2020

Ein gelungenes

auf zehn holprige Haikus:

’ne gute Quote.

619

September 17, 2020

Daten im Kontext.

Meist nicht so sensationell

wie alleinstehend.

230

Mai 26, 2020

Nichtwiderlegen

von der Nullhypothese

bestätigt sie nicht. 

36

März 19, 2020

Ob eine Rede

die Exponentialkurve

flacher machen wird?

0:00

Februar 20, 2011

Finally I have done it and finished my little project. I have surprised myself. It’s time for a break. It won’t take long, I promise. Here is the ranking of the most featured bands and artists, those ten accounted for eighty of the three hundred and thirty-four tracks.

  • 13 The Smiths
  • 10 Joni Mitchell
  • 10 Nick Drake
  • 9 Johann Sebastian Bach
  • 7 Boards of Canada
  • 7 Joy Division
  • 7 Yo La Tengo
  • 6 New Order
  • 6 Serge Gainsbourg
  • 5 Cat Power

(The list of all 334 selections since 1st February 2010 is here.)

Ganz viele Bits

September 27, 2010

Die XML-Datei dieses Blogs, in der nur Text drin ist, ist jetzt nach gut anderthalb Jahren Blogexistenz 1,7 MB groß. Und würde damit nicht mehr auf eine altertümliche 3,5-Zoll-Diskette passen. Bescheuert, aber das ist so eine Zahlensache, die mir sehr gefällt und mich sogar irgendwie stolz macht. Das wäre doch bestimmt schon ein Buch mit mindestens 200 Seiten, oder?

zero pints and counting

März 22, 2009

(hypothetischer Name für das Blog eines Alkoholikers, der gerade sein coming-out gehabt hat)

Einsilbiges Quiz

Februar 19, 2009

Wieviele Buchstaben hat die längste Silbe im Deutschen? Ich komme immer höchstens auf acht, z.B. schlenzt. Wer bietet mehr?

John Cale – Antarctica Starts Here

Februar 8, 2009

He built a cathedral for a woman in hell, didn’t he?
Lester Bangs‘ Freundin über „The Marble Index“

Der Einstieg ist jetzt etwas unpassend, aber so war es nun einmal. Die Realität ist meist banal und Rücksicht nimmt sie auch auf niemanden. 1919 Kilojoule habe ich gestern auf meinem Ergometer verbrannt. Da lag es nahe, etwas über John Cale’s Paris 1919 zu schreiben. Es war schon fast eine unheimliche Koinzidenz, dass Stefan gestern im Kommentar sich ein Posting von mir zu einem Lied von genau dieser Scheibe wünschte. Vorher noch etwas zu der Zahl: Es handelt sich natürlich um eine Jahreszahl. 1919 fand in Paris die Friedenskonferenz nach dem ersten Weltkrieg statt, die dann zu dem unseligen Versailler Vertrag führte. Aber erst einmal war jetzt Frieden. Vielleicht auch, um das herauszustellen, ist das Album für John Cale untypisch wohlklingend, viele Stücke sind mit Streichern unterlegt. Es wurde in L.A. mit drei Mitgliedern der funkigen Country/Blues-Rocker Little Feat eingespielt, unter ihnen Lowell George an der Gitarre. Man schwelgt in üppigen orchestralen Arrangements voller Harmonien.

Antarctica Starts Here ist das letzte Stück. Und es ist anders als die Vorgänger. Zum einen ist es eine sehr ruhige und anfangs recht zurückgenommene, schmucklose Pianoballade, die im Vergleich zum Rest fast schon wie Low-Fi anmutet. Zum andern flüstert Cale seinen Songtext ins Mikrofon als hätte er Angst, irgendetwas zu zerbrechen. Das Lied schwebt eigenartig in Moll dahin, vorgetragen mit einer großen Ernsthaftigkeit und Intensität. So sanft und zärtlich kann eigentlich nur ein Liebeslied sein. Es gibt einige Hinweise darauf, dass es um Nico geht, die schöne deutsche Sprechsängerin der frühen Velvet Underground, mit der John Cale viel musikalisch zusammengearbeitet hat (s. Zitat oben). Cale erzählt von einer paranoiden Schauspielerkönigin (Nico spielte in Fellini’s La Dolce Vita), die untätig und mit Puder und Maskara bewaffnet dasitzt. Der folgende Satz beschreibt treffend Nico’s monotone Art zu sprechen:

The lines come out and struggle with
The empty voice that speaks

Wie Antarctica Starts Here auf diesem Album so war Nico ein Fremdkörper in dieser Welt. Von einer atemberaubenden Schönheit, gleichzeitig eine unnahbare Kälte ausstrahlend. Ihre große Liebe war das Heroin, ihr Leben war bewusst gewollte Selbstzerstörung. 1988 starb sie mit 49 an einer Hirnblutung auf Ibiza nach einem Sturz vom Rad.

Cale findet Vergleiche, die buchstäblich ins Herz treffen:

Her heart is oh so tired now
Of kindnesses gone by
Like broken glasses in a drain
Gone down but not well spent
The road from Barbary to here

Bei dem letzten Satz kann ich nur an die Barbarei der Nazis denken, Nico wurde wie meine Mutter 1938 geboren. Auch der letzte Abschnitt würde gut zu Nico passen. Ihre vielen fast durchweg unglücklichen Beziehungen (neben Cale u.a. mit Delon, Morrison, Reed, Buckley, Dylan, Jackson Browne, Brian Jones und Iggy Pop) als eine Art Peep-Show bei der die Männer ihr zugucken wie die Wirkung der Drogen langsam nachlässt. Da fängt sie an, die Eiswüste der Antarktis:

Her schoolhouse mind has windows now
Where handsome creatures come to watch
The anaesthetic wearing off
Antarctica starts here

Und ganz am Ende ertönt im Hintergrund ein Harmonium. Das war ihr Instrument.

.

Januar 25, 2009

Nach fast acht Jahren Bloggen kriege ich hier zwölf Views an einem Sonntag. Danke Euch allen, seid ihr auch ganz sicher, dass Ihr Euch nicht in der Adressleiste bei der URL vertippt habt? Ich habe übrigens noch einen zweiten Blognamen reserviert, mit dem kriege ich bestimmt locker tausend Views am Tag. Wie damals mit sex and sunshine.

.

Januar 23, 2009

statistik ist opium für vollkoffer