infectious groove
exuberant stellar trip
sensuality
[Meshell Ndegeocello – Virgo]
infectious groove
exuberant stellar trip
sensuality
[Meshell Ndegeocello – Virgo]
Akkordeonblues
Breite den Klangteppich aus
Lass mich wegfliegen
[Lloyd Cole – Man Enough]
Die Sounds des Dschungels
Immer tiefer reingehen
Sich dort verlieren
Sie, die Liebe ist
ein fragiles Gebilde.
Tasten wir uns ran.
[Keith Jarrett – I Loves You, Porgy (Nina Simone)]
Alles was man sagt
operettenhaft singen
macht gute Laune
Spiel mich schwindelig
Arrangier etwas dazu
Berühr mich innen
Die Wange streifen
mit einer Vogelfeder
Die Zeit anhalten
Acoustic guitar
Straight into the heart of things
An expectant voice
Manchmal brauche ich
seine kaputte Stimme
Er kann auch anders
[Arthur H – La vie]
Dahingeschmolzen
Einfach mal innehalten
Und wieder von vorn
Äquivalenz von
Melodie in der Musik
und Menschenlächeln
[Valentin Silvestrov, haikufiziert]
Der lange Atem
geht dem Saxofonspieler
irgendwann mal aus
[Wayne Shorter – Infant Eyes]
Fingerchen gleiten
behende über Saiten
Von Herzen lachen
Ganz im Hier und Jetzt
Nicht sitzen bleiben können
Eins mit dem Klavier
[Keith Jarrett – Solar (Live in Japan 1987) von Miles Davis]
Siebziger Jahre,
die Tanzfläche rappelvoll,
der Refrain endlos.
[Donna Summer – Love to Love You Baby]
Töne, aufgereiht
wie Perlen auf der Kette,
im Lichtbad schimmernd
[Cimarosa – Sonate No. 42 in d-moll (Arr. Vikingur Ólafsson)]
Libanon, früher
die Schweiz des Nahen Ostens,
heute ein failed state
[Mickey 3D – Mon pays est tombé]
Wogende Körper
Warten bis es zu spät ist
Wagner auf dem Klo
[Patric Chiha – La Bête dans la jungle, 3/10]
Neunzig Minuten
Carmina Burana und
Ride Like the Wind hör’n
Antidot gegen
Griesgrämigkeit, Winterblues,
Schlafmangeldepri
[Haim – If I Could Change Your Mind]
Ein Kunstwerk aus Kitsch
Bossanova-Luftigkeit
Ein reifer Jahrgang
[Dionne Warwick – Walk on by (Burt Bacharach/Hal David)]
Einsame Straßen
Nachts durch die Stadt flanieren
Die Stadt liegt am Meer
Where a man dives deep
into the essence of things
Follow him, will you?
[Van Morrison – Rave on John Donne]
alternativ:
Niemals aufhören
darf dieses Lied und wenn doch, dann
drücke auf Repeat
Zärtlicher Anschlag
Töne hallen nach und vor
Der Raum öffnet sich
Samtene Stimme
Schwebende Akkordfolge
Steigende Spannung
[Nadine Khouri – Vertigo]
Quecksilbrig schimmernd
Gitarrenklangzauberer
Spielt jetzt im Himmel
[Television – No Glamour for Willi]
Dort passiert gar nichts
und die Band spielt immer nur
traurige Musik
[Talking Heads – Heaven]
Jazz at the fringes
Musikauswahl exquisit
Treffende Worte
[Klang und Resonanz auf WDR 3 moderiert von Ralf Dombrowski]
Perlenkette, echt
Stakkato, das schwindlig macht
Klavierkaskade
Es braut sich etwas…
Die schwarze Wolke hängt so…
Doch sie zieht an uns…
[Ryuishi Sakamoto – 20220202]
Den letzten Moment
mit dem Vater erleben.
Treppe hoch, singend.
Sie machen heute
noch so coole Musik wie
vor dreißig Jahren
Und wenn die Beatles
nur eine lokale Band
geblieben wären
[Christian H. Smith – Through a Glass Onion, übersetzt von Stefan Kalhorn]
Treffen in Paris
Corona kam dazwischen
Would-have-been-DJ
After all there is
still great music around but
you have to find it
[Wadada Leo Smith, Henry Kaiser, Alex Varty – Pacifica Koral Reef]
Die Musik so schlecht
so viel Oropax gibts nicht,
wie ich brauchen tät
Don’t you think it is
a strange and beautiful world
that we all live in?
Der Groove drängt nach vorn,
verästelt sich immer mehr,
ist unser Schicksal.
Sonne und Regen
Lebensfrohe Verspieltheit
Tiefe Traurigkeit
Kinderkrippenspiel
Schmettern von Weihnachtsliedern
Bescherung zu siebt
Relativierung
von der Ausdrucksfähigkeit
menschlicher Sprache
[Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium – Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen]
Spielt noch langsamer!
Kostet jeden Ton voll aus!
Lasst es nie enden!
[Sebastian Rochford / Kit Downes – Even Now I Think of Her (snippet)]
Streicherteppiche
quer durch den Wilden Westen
im Breitwandformat
Romantiker, der
zu tief ins Glas geschaut hat
und aufdringlich wird
Ein Mann betet,
im Raum nebenan säuselt
ein nacktes Mädchen
[Magnet – Willow’s Song (aus The Wicker Game)]
Playing the music is real, physically and whole. Then it’s gone. But it’s still there, in the air, in the mind, it exists. It’s not part of technology, it’s not recorded. It’s part of the soul. It’s there.
Motian in Motion (documentary, 2020)
the motorik beat
all those colours: red, green, blue
this trip never ends
[fling ii – misk (via ad)]
So viel Bass muss sein.
Trocken, cool, quirlig, funkig.
Es lebe Post-Punk!
Gänsehautmusik
Mit Pedal Steelgitarre
Mimi’s Geist ist da
[Robert Plant & Suzi Dian covern Low’s Monkey gestern abend]
Aufwachen, blinzeln.
Die ersten Sonnenstrahlen.
Wieder umdrehen.
Das Rhythmusherz schlägt
Töne, in der Luft hängend
Lang lebe Talk Talk!
Wenn die Gitarre
und die Stimme wetteifern
um mehr soulfulness.
Wenn du schon drin bist
im Maelstrom, dann zieht er dich
noch tiefer runter
Hörst du sie denn nicht?
Wen denn? Die Totenglocken.
Sie läuten für uns.
Texte, die klingen
Dem Rauschen der Ruhr lauschen
Wir haben uns lieb
Ein leichter Windzug
Nieselregen, Winternacht
Im Baum hängt etwas
[Wolfert Brederode – Ruins and Remains, 2022 (ältere, kürzere, weniger atmosphärische Version)]
Je suis un nègre.
Texan dub reggae vibes meet
Mali desert blues
Deine Musik klang
schon immer überirdisch.
Nun bist Du drüben.