Archive for the ‘meta’ Category

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November 19, 2009

Remembering is just forgetting to forget.

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November 14, 2009

In antique times, Greeks didn’t describe dreams as something that happened in their heads while they slept, but as something that descended from heaven, you saw your dream approach like a window opening into the world of the Gods, and once the message was delivered, this window went away, it vanished into the distance. (q)

Cleverbot

November 9, 2009

Finally I have found someone who talks to me!

A small extract from our evening conversation:

Cleverbot: Do you like puppies also?

User: Who doesn“t like puppies?

Cleverbot: I didn’t say she didn’t like you, she just doesn’t like the colour of your text.

User: I don’t mind as long as she likes my words.

Cleverbot: Your talk is eluding me.

User: All right, an easy question then. Are you male or female?

Cleverbot: Male.

After some talk with him I ask myself if I would pass the Turing test from his point of view. Somehow I doubt it. He is not very smart, his maths are abominable, but that does not say anything about his intelligence.

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Oktober 31, 2009

wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schreiben

Einfach mal abschalten

Oktober 11, 2009

Ich empfehle auch, sehr selektiv mit den Medien umzugehen, auf Bücher zu setzen (nur hier bekommt man noch komplexe Gedankengänge präsentiert) und – nach Miriam Meckel – zeitweilig unerreichbar zu sein.

(Aus einem Interview mit Max Otte, desen Buch Der Informationscrash. Wie wir systematisch für dumm verkauft werden gerade erscheint )

memory quiz

September 29, 2009

Was sagt das über jemanden, wenn er den Titel The Good Earth als The Good World erinnert?

1) Gar nix. Nobody is perfect.
2) Er assoziert Erde mit etwas anderem als dem zweiten Album der Feelies.
3) Die Erde ist ihm zu klein, es muss die ganze Welt sein.
4) Die Erde kann für ihn nicht gut sein, die Welt aber schon. Könnte zumindest, rein theoretisch.
5) Er ist eher ein abstrakter als ein konkreter Denker.
6) Er wollte testen, ob es einer seiner Leser merkt.

(Mehrfachantworten sind möglich)

By the way. Etwas Ländlicheres als das zweite Album der Feelies kann ich mir kaum vorstellen. Es strahlt so eine Ruhe und Gelassenheit aus. Die zarten Gitarrenmelodien scheinen vom Wind gehaucht zu sein. Man riecht die kühle Frische der Musik förmlich. Unbeschwert und gleichzeitig erdverbunden. Natürlichkeit pur. Breitwandkino für die Ohren. Nachdem man es das erste Mal gehört hat, versteht man nicht mehr, wie man vorher ohne es leben konnte. Aber das steht auch schon so ähnlich in dem zweiten nostalgischen Post oben.

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September 23, 2009

wenn man sein weblog nur noch für eine person schreibt, könnte man eigentlich auch eine e-mail schreiben. außer man will, dass alle anderen es auch mitkriegen. könnten. wenn sie wollten. so ähnlich wie beim handytelefonieren in der öffentlichkeit. da gibt es auch immer einen größeren rezipientenkreis. man könnte auch kollateralschaden sagen. wobei webloggen ja ganz offensichtlich höflicher und diskreter ist. weil man niemanden dazu zwingt, mitzulesen.

morgen, glück, versprechen

September 13, 2009

In welchen Momenten fühlen Sie sich lebendig?
In der Nacht unterm Sternenhimmel, wenn es still wird und ich eine unglaubliche Weite spüre. Oder morgens am Meer, wenn das Wasser noch glatt ist und die Sonne aufgeht. Schwimme ich in diesem Morgenlicht, in dieser Stille, ohne Wellen, ohne Wind – das sind Momente, in denen ich richtig glücklich bin, auf der Welt zu sein. Dann habe ich das Gefühl, ich gehe in etwas auf, ich bin Teil von etwas. Man hat ja eine Sehnsucht nach der Harmonie und dem Nicht-mehr-auf-sich-selber-Blicken. Oft genug ist man unglücklich und fragt sich: Warum muss ich weiterleben? Warum bin ich überhaupt geboren? Vergänglich und vergeblich, das war bei mir schon immer als Gefühl stark beieinander. Ich war ein fröhliches Kind, aber dann kam plötzlich so eine schwere Wolke, die sich auf mich legte. Trotzdem habe ich dagegen angelebt, ich habe gekämpft. Und früh am Morgen, im Meer schwimmend, ist dieses Grundgefühl weg. Die Morgenstimmung ist ja immer mit Hoffnung verbunden; dieses sanfte Morgenlicht, wo der Tag noch ein Versprechen ist, da fühle ich mich glücklich.

(Margarethe von Trotta im Gespräch mit chrismon)

hyped 2 death

September 11, 2009

das abo von unendlicher spaß gekündigt. ein weblog von lesern der deutschen übersetzung eines über zehn jahre alten buches, das keine handlung auf die reihe kriegt und nur so mit abgedrehten worten um sich schmeißt und außerdem von einem typen geschrieben wurde, der sich inzwischen gekillt hat. wer braucht denn so was? das ist ja wohl bullshit hoch 10.

Another view on God

September 7, 2009

Because here’s something else that’s true. In the day-to-day trenches of adult life, there is actually no such thing as atheism. There is no such thing as not worshipping. Everybody worships. The only choice we get is what to worship. And an outstanding reason for choosing some sort of God or spiritual-type thing to worship — be it J.C. or Allah, be it Yahweh or the Wiccan mother-goddess or the Four Noble Truths or some infrangible set of ethical principles — is that pretty much anything else you worship will eat you alive. If you worship money and things — if they are where you tap real meaning in life — then you will never have enough. Never feel you have enough. It’s the truth. Worship your own body and beauty and sexual allure and you will always feel ugly, and when time and age start showing, you will die a million deaths before they finally plant you. On one level, we all know this stuff already — it’s been codified as myths, proverbs, clichés, bromides, epigrams, parables: the skeleton of every great story. The trick is keeping the truth up-front in daily consciousness. Worship power — you will feel weak and afraid, and you will need ever more power over others to keep the fear at bay. Worship your intellect, being seen as smart — you will end up feeling stupid, a fraud, always on the verge of being found out. And so on.

(Adapted from David Foster Wallace’s 2005 Kenyon college commencement speech)

das

September 4, 2009

geilste an so einem blog ist ja, dass es sowieso keiner liest. nach 8 jahren bloggen hatte ich heute 7 visitors. mit anderen worten, man kann es schaffen, im untergrund zu blühen. trotz internet. es geht.

was sonst noch so geschah…

September 4, 2009

ein tag weniger ist ein tag mehr in der erinnerung. in der erinnerung ist ein tag mehr als er eigentlich war bevor man sich an ihn erinnert hat.

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wahr und falsch gibt es nur in der logik. im leben gibt es nur schattierungen. nur grau. hellgrau oder dunkelgrau, what do you prefer? mausgrau. knallgrau.

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nach einer teuren flasche spätburgunder des badischen winemakers (deutsch hat der wohl verlernt) fritz keller, die nach möchtegerngroßwinzer schmeckt (schöne pflaumenfarbe allerdings), ist ein einfacher cru bourgeois aus dem médoc eine unglaubliche offenbarung. plötzlich hat man frucht auf dem gaumen, plötzlich ist da natur. die apotheose des rotweins ist bordeaux und dessen apotheose der pomerol. müsste mir mal wieder einen leisten (leider sind die meist überteuert), um zu testen, ob es immer noch wahr ist.

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eleventh dream day. mein erster wirklicher blogpost von vor über 8 jahren war über sie. gerade auf dem ipod „new rules“, ein gitarrenfreakoutstück á la neil young in seiner fruchtbarsten periode gehört. musste nach ein paar minuten eingrooven dazu pfeifen wie als gäbe es kein tomorrow. dieses improvisierte pfeifen, in dem meine sehr eingeschränkte musikalität sich zu 99% selbst verwirklicht. diese soli verzerrter gitarren. irgendwas wollen die uns sagen. ganz viel blues und lebenserfahrung steckt vda (das verschriebene v lass ich jetzt) drin. eigentlich ist unsere ganze existenz in diesen gitarrensoli drin. und noch etwas mehr. weil die sind transzendent und unsere existenz nicht wirklich.

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ob einzelkinder wohl altkluger (altklüger wäre wohl grammatikalisch korrekter hört sich aber beschissen an) sind als andere kinder? es scheint so. war ich früher auch und bin es wohl noch. das traurige daran ist, dass man nur altklug sein kann, wenn man keine lebenserfahrung hat. da gibt es ein blog auf antville, das ich sehr liebe, wo ein sohn gelegentlich zu worte kommt und wo ich mich manchmal frage, ob es diesen sohn wirklich gibt. weil so schlau kann man in dem alter eigentlich noch nicht sein. ein fünfjähriger alleschecker. so sieht wahrscheinlich die zukunft aus.

dfw

September 2, 2009

Jemand hat Ironie mal so definiert: Ironie ist das Lied eines Vogels, der seinen Käfig liebt. Der Vogel singt davon, wie sehr er sein Eingesperrtsein hasst, aber tatsächlich fühlt er sich ganz wohl in seinem Käfig .

c&p

September 2, 2009

heute morgen konnte mein computer plötzlich nicht mehr die zwischenablage leeren. und sie dann auch nicht mehr einfügen. ich konnte nicht mehr arbeiten. konnte weder e-mailadressen noch textbausteine noch tabellendaten aus dem clipboard holen. ohne copypaste geht heutzutage gar nichts mehr. da kann man den laden zumachen. was ist das nur für eine welt, in der ich gelandet bin? um zu überleben, muss man kopieren. normal ist das nicht.

Margo

August 25, 2009

Intelligenz macht keine Freunde. Idiotie allerdings auch nicht. Freundschaft ist unabhängig vom IQ. (Sorry, aber es muss hier weitergehen. Selbst s[chl]aublöde Sprüche tuen es.)

[Listening to: Cowboy Junkies – Speaking Confidentially
and Joni Mitchell – For Free].

As you like it

August 4, 2009

Ich habe zwei Themen in meinem Köcher, kann mich aber aufgrund einer Schreib- gekoppelt mit einer Entscheidungsblockade zu keinem durchringen. Soll ich eher etwas über Hortensien schreiben? Oder über eine kleine Taxonomie des Rausches? Jeweils kurz und knackig, wie fast immer hier.

Mich quälen

Juli 30, 2009

kann ich am besten, wenn ich den ganzen Tag auf der faulen Haut gelegen habe, wenn ich mit mir unzufrieden bin. Wenn ich mich selber genug hasse für meine Nichtswürdigkeit. Dann ist das „an die physische Grenze Gehen“ ein Ersatz für die fehlende sonstige Aktivität. Ansonsten fehlt mir oft der Biss beim Sport. Wie gerade auf dem Ergometer. Bei lächerlichen 280 Watt habe ich nach etwas über 16 Minuten (von 27) abgebrochen. Der Puls war etwas höher als sonst, so um die 168, aber das ist eigentlich noch kein Grund aufzustecken. Vor allem da ich viel besser in Form war als gestern wo ich 275 Watt durchgestanden habe bis zum Ende. Ich sah plötzlich keinen Sinn mehr in der ganzen Aktion. Fand, dass das Handtuch schon nass genug geschwitzt war. Wozu mich bestrafen, wenn ich fast den ganzen Tag ein braver, fleißiger Junge gewesen bin. Und das Schönste bzw. Schlimmste. Dieses zunehmende Biedermanntum meiner Selbst macht mir noch nicht mal was aus. Man gewöhnt sich wirklich an alles.

wc69

Juli 10, 2009

ich höre gerade close your eyes von keith jarrett im blue note eingespielt. mein blog war besser als dieser substandard-standard, sorry keith. nur zwei sterne. und damit ins archiv.

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was sonst? achja, die änderungskündigung. montag ist der tag der wahrheit. bis dahin isjanochjanzvielzeit. das ding kann ich eigentlich nicht nicht unterschreiben. berlin rückt jeden tag einige kilometer näher an frankfurt. ich sehe mich schon in wilmersdorf tränen vergießen für mainhattan.

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Juli 6, 2009

blogge momentan eigentlich nur noch wörter im kompetenzteam.

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gestern kommt mir nach fast einem jahr die idee, jean eine e-mail zu schreiben. jean hatten wir vor einem jahr auf dem jakobsweg getroffen und seine füße waren schon nach wenigen tagen voller schwären. abends nach dem tagesmarsch torkelte er wie ein betrunkener. war in neuen schuhen unterwegs. natürlich ohne einlagen obwohl er mindestens so schlimme knick-, senk- und spreizfüße hatte wie ich. sein glückseliges lächeln machte ihn zu einem, der die erleuchtung auf dem weg gefunden zu haben schien. wir trafen ihn kurz hinter logroño am ersten tag und verabschiedeten uns in villafranca del bierzo drei wochen später. wir waren mehr oder weniger synchron gelaufen. anschließend war er mit zwei anderen pilgern bis santiago gegangen und wir waren wieder zurück gefahren. ich schicke ihm also eine e-mail mit zwei bildern und der frage wie es ihm so geht und eine knappe stunde später kommt die antwort. er ist 12 km hinter logroño und geht den jakobsweg ein zweites mal, dieses mal mit seiner frau, die im dritten monat schwanger ist. sie fliegen am 23. juli wieder zurück nach québec. können also nicht alle etappen machen, müssen etwas bus fahren. der witz ist, dass wir nach unserer planung am 22. in santiago ankommen werden, d.h. also wir gehen wieder synchron, was für eine koinzidenz. wir werden sie höchstwahrscheinlich treffen.

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bandwagonesque vs. loveless vs. nevermind. bandwagonesque for me. as in the beginning it just sounded bland and dull. then i heard the melodies. and at the end the noise. loveless was from the beginning on the perfect marriage of noise and melodies. melodies in the mud of looped noise.

Du bist mein Held

Juni 22, 2009

Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen. Er hat immerhin seinen Stein zum Festhalten, wenn er ihn den Berg hinaufrollt. Und wenn er dann runterrollt, dann rollt er nur bis ins Tal und nicht weiter. Sisyphos weiß, wo er ihn zu suchen hat. Sein Leben ist übersichtlich und strukturiert. Es gibt Momente da wäre ich gerne Sisyphos.

credit crunch ten years ago

April 2, 2009

Als er 1999 versuchte, einen Kredit für ein Internetprojekt zu bekommen, lehnte der Banker mit der Begründung ab: „Wer weiß, ob es in ein paar Jahren das Internet überhaupt noch gibt?“ Aus heutiger Sicht wäre die richtige Antwort gewesen: „Wer weiß, ob es Ihre Bank in ein paar Jahren noch gibt?“ (Quelle)

zero pints and counting

März 22, 2009

(hypothetischer Name für das Blog eines Alkoholikers, der gerade sein coming-out gehabt hat)

Yes we must change

März 22, 2009

Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Sloterdijk dieses Mal ein sehr luzides praxisrelevantes Buch jenseits seiner üblichen lustvoll-gelehrten Wortspielereien geschrieben hat. Es heißt Du musst dein Leben ändern und hier spricht er im Interview darüber. Wobei ich zugeben muss, dass ich noch nie ein Buch von ihm gelesen habe; auf die Kritik der zynischen Vernunft hatte ich damals in meiner Nietzsche-Phase als locker-lässigen Streifzug durch die Philosophiegeschichte abgetan. Das könnte sich jetzt ändern.

my bad humour is just an illusion

März 17, 2009

Das nicht mehr Rauchen hat viele allüberall ausgebreitete Vorteile, die ich jetzt hier nicht wiederholen möchte. Dass man gefühlte zehn mal so oft schlechter Laune ist wie bevor man mit dem Rauchen aufgehört hatte, gehört auf den ersten Blick nicht dazu. Dreht man den Spieß um, dann kann man allerdings sagen, dass die schlechte Laune eigentlich gar keine ist weil sie nur daher stammt, dass man sein Nikotinquantum nicht gehabt hat und nicht weil man auf irgend jemanden im Besonderen oder auf die Welt im Allgemeinen sauer ist. Für meine Miesepetrigkeit könnt ihr alle nichts, das ist nur der böse Nikotinteufel in mir. Wenn das mal kein beruhigendes Wort zum Tagesausklang ist.

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März 17, 2009

learning by schubsing

groß

März 16, 2009

Ein Wort, das ich noch nie leiden konnte. Ein verbranntes Wort. Und zwar nicht nur in Konjunktion mit deutsch. Bis vor nicht so langer Zeit – ich bin gerade mal taufrische fünfundvierzig – traf ich immer noch Verwandte und Bekannte der Generation meiner Eltern, die mich mit einem Satz begrüßten, den ich nie verstanden habe und den sie zuletzt bei meinem Anblick nur noch automatisch repetiert und selber wohl auch nicht mehr verstanden haben. „Mann bist du aber groß geworden.“ Was kann man darauf noch antworten? Wie kann man in ein Gespräch treten mit einem Menschen, der einen auf die Länge in Zentimetern reduziert? Schlimm an dem Satz ist ja vor allem diese Insinuation, dass ich nur physisch groß geworden bin und nicht geistig, seelisch oder sozial oder sonst wie. Denn ansonsten würden sie es ja sagen. Der Satz ist nahezu eine Diskriminierung, es wird ja damit ausgedrückt, dass man gerade nicht wirklich groß ist, sondern nur physisch. Inzwischen erwische ich mich selber bei diesem Gedanken, wenn ich meinen Neffen in Jahresabständen wiedertreffe. Bis jetzt konnte ich es mir noch verkneifen, aber so „groß“ ist er mit 14 noch nicht.

Außerdem gibt es da noch Alexander den Großen mit dem mich seltsamerweise noch fast niemand verglichen hat. Obwohl er doch immerhin mein Namensvetter ist, ich von der Körperstatur groß bin und dem Wein auch nicht abgeneigt. Als Feldherr habe ich mich zudem im Schach hervorgetan, wo ich mal kurzzeitig Zweiter bei der NRW-Schülermeisterschaft war. An sowas muss ich denken, wenn irgendwas angeblich groß ist. Gegen das Wort hat sich eine ganz schwere Allergie bei mir entwickelt. Die krieg ich auch nicht mehr weg, nicht dass ich das wollte.

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März 16, 2009

Gestern ist mir wieder eingefallen, was ich nach dem vorletzten oder vorvorletzten Amoklauf gelesen habe. Wie die Leichen dagelegen haben hinterher auf dem Tatort. Und wie dann in ihren Taschen die Handys zu klingeln begonnen haben, weil noch Angehörige und Freunde angerufen haben, die noch nicht wussten, dass ihr Anruf nicht mehr beantwortet werden wird. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, in irgendeinem Artikel, in dem ein Polizist Auskunft über seine Erlebnisse gegeben hat.

(PP in seinem neuen Blog)

Maschine & Mensch

März 15, 2009

Das Ergometer
ruht sich grade aus von mir
und ich mich von ihm

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März 8, 2009

Bücher sind die festverzinslichen Wertpapiere des Erinnerungsmarktes, meint Eco. „Wenn ich meinen Computer oder mein E-Book aus dem fünften Stock schmeiße, kann ich todsicher sein, dass alles verloren ist. Ein Buch bekommt höchstens einen Knick.“

(Umberto Eco in L’espresso übersetzt vom Perlentaucher)

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März 7, 2009

Caos Calmo (Stilles Chaos), der gerade erst in Berlin gelaufen ist, mit Nanni Moretti in der Hauptrolle gesehen. Mir hat vor allem gefallen, mal wieder italienisch zu hören, verstehe zwar so gut wie nichts aber die Sprache und natürlich ihren Klang habe ich immer gemocht und die Leute auch fast immer. Das Land sowieso. Der Film war untertitelt und ich habe gelernt, dass casino auf italienisch nicht Spielbank heißt, das wäre casinò, sondern Bordell, Durcheinander, Haufen, Lärm, Radau, Schlamassel, Tohuwabohu, Drunter und Drüber etc. Es dauert halt bei mir manchmal etwas länger bis der Groschen fällt. Der Film hat mir übrigens bis auf die dreifache Schleichwerbung für einen Premiumautokonzern gut gefallen. Vor allem das Lächeln der kleinen Claudia¹, der Tochter, das mich an den Charme eines anderen etwa gleichaltrigen italienischen Mädchens erinnert hat, das heute so an die 20 sein sollte. Hexen scheinen für eine italienische bambina unheimlich spannend zu sein. Ich wurde sogar an das wunderlich schöne Wort strega erinnert. Ansonsten auch noch gute Musik. Radiohead’s Pyramid Song in einer zentralen Szene des Films. Was für ein gefühlsschweres Lied, dazu kann man ganz phantastisch loslassen und -heulen, das hat Nanni Moretti dann auch gemacht. Ich glaube, ich versuch das jetzt auch einmal.

¹Blu Yoshimi, ob die überhaupt Italienerin ist?

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März 7, 2009

Apparently the person twittering under Brian Eno’s name is not Brian Eno. Still an interesting twitter if you are interested in the man and his music.

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März 6, 2009

I had kind of a midlife crisis at twenty, which probably doesn’t augur well for my longevity.

(David Foster Wallace quoted in this long New Yorker article)

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März 6, 2009

Da hatte einer dieselbe Idee mit den Siebzehnsilbengedichten. Dem Ort angemessen schrieb Durs Grünbein seine japanischen Reisetagebücher Lob des Taifuns in Haikuform.

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März 4, 2009

catherine meint, dass das bild da oben kitschig ist. deswegen mag sie das blog nicht. ich versteh das nicht. denn eigentlich gibt es keinen, der so allergisch auf kitsch reagiert wie mich. kitsch ist ganz große scheiße. und das bildchen da oben ist einfach ein naturereignis, eine aufgehende sonne. der kitsch liegt in der retina des beholders. den gibt es ansonsten gar nicht.

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März 4, 2009

sometimes i ask myself if communication exists outside of my head. or if it is just an illusion we imagine as it is easier that way.

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März 2, 2009

Ein Haiku beschreibt
etwas Wahrgenommenes
Der Autor stört nur

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Februar 23, 2009

Bei den einen ist die Fassade interessanter als das, was dahinter steckt, bei den anderen ist es umgekehrt.

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Februar 12, 2009

No music tonight. You have all been too naughty today.

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Februar 11, 2009

this is the ohrensause bus
(via ILM)

rss feeds

Februar 10, 2009

Sometimes I write in English, sometimes in German. If you only want to follow the English posts, there is an rss feed here. Für Deutschsprachler, die keine Lust auf die englischen Beiträge haben, ist dieser RSS-Feed gedacht. Alles klar?

Zopf ab

Februar 9, 2009

Cargo am Frankfurter Hbf gekauft. Die eine Seite gelesen, wegen der ich mir das Heft zugelegt habe. Mich wegen meiner Neugier, die befriedigt wurde, geschämt und gleichzeitig enttäuscht gewesen. Immer dasselbe. Wie minimalistische Musik. Da Capo. Round & round & round. Blog aus Roll entfernt. Ein Blog, das nicht mehr aktualisiert wird, braucht kein Mensch. & auf die Ruine verlinken, können meinetwegen die Netzhistoriker. Kann jetzt den Rest von Cargo in aller Ruhe lesen.

Brain One

Februar 9, 2009

Unglaublich aber wahr. Ich habe doch tatsächlich einen Twitter (oder wie nennt man die Dinger?) gefunden mit dem ich was anfangen kann. Da stehen entweder Denkanregungen, Handlungsanweisungen oder neue Worte/Sachverhalte drin bzw. es wird auf Artikel, Podcasts, Musikstücke oder Videos im Zusammenhang mit dem Autor verlinkt. Wer mag das wohl sein? Brian Eno, wer sonst. Ein Sechzigjähriger zeigt den jungen Spunden wie man ein SMS-Blog schreibt. Ich zwitscher mir jetzt auch einen. Aber in echt.

The Rolling Stones – No Expectations

Februar 6, 2009

Beggar’s Banquet has always been my favourite album by the Stones. To be honest I have never been a huge fan of the band, maybe it is because they were always there. And they still are. Or at least they think so. No Expectations is dominated by Brian Jones slide guitar on the right channel. Jagger said it was one of the last times Brian Jones was involved in something he cared for. About a year after the recording he was dead. I love that the guitar sounds like a drunk staggering along. The song was recorded with open mikes in a live setting and it has this intimate home feel. It is a slow blues ballad which adds to the cosy atmosphere. Jagger seems to be lamenting. I always expect him to burst into tears in a second. Not a typical Stones song.

Not to have any expectations is an attitude I aspire but hardly ever attain. You cannot be disappointed if you don’t expect anything. But you can very well be surprised in a good way. With music this happened many times to me. Let’s take Astral Weeks Van Morrison’s milestone album from 40 years ago. I had read so much about its ingenuity: a white man singing the blues like no other etc. that I was totally underwhelmed when I heard it for the first time. It was so not there, so ephemeral, passing me by completely. Other artists like Joni Mitchell or The Smiths I discovered by pure chance without knowing anything about them not even their name. And their music immediately became a part of me.

There is also a meta aspect of this idea. I had planned to write about a song per day or maybe five per week but I would like you not to expect this posting frequency by me as you will surely be disappointed soon. Fortunately there are only about two and a half people following this blog so the letdown will be limited. And I beg you not to expect anything from the music. Only then your mind will be open to enjoy it. To be maybe hit or penetrated by it. But if you want me to write about a song you would like to discuss about please feel free to do so. As the main purpose of blogging for me besides concentrating myself on something is to communicate with others and to exchange views and thoughts.

Snap previews

Februar 2, 2009

I switched them off. The thing is I like them in blog posts as in many cases they are extremely useful. For example when I link to a Wikipedia article you can read the beginning without having to open the page. That’s very neat. One disadvantage is of course that there are word ads in Snap now but they are not the reason why I turned the service off. I would have liked to just switch it off for the blogroll and other links on the right side as the pop-up windows are really annoying there. But I didn’t find any information about how to do it. Musicophilia implemented exactly what I’d like to do. Snap works in the posts of the main blog but there are no previews for the links on the right side. I have no clue how that works but I am a beginner here so please excuse me.

fuck web 2.0

Januar 28, 2009

gibt es eigentlich noch gepflegte blogrolls?

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Januar 26, 2009

The title-page up there is a photo of the rising sun as seen from an airplane on December, 21st. We were flying to Girona. It was the flight which took off 6h40 in Hahn in the Hunsrück. We had gotten up just before four o’clock and I got flashed at 4h26 on the motorway bridge over the Rhein in Wiesbaden with an excess speed of 20 km per hour. I was lucky, only 30 euros and no „points“. Just thinking of all that, isn’t December, 21st the shortest day of the year? The photo of the sunrise was taken just after we arrived at the Mediterranean. We were sitting on the left side. I remember that there was a city at the coast. Maybe Nice? Or San Remo? It was not too far away from the Alps. I didn’t ask, I should have. When the plane arrived above the Mediterranean it turned right. I was totally mesmerised by the different shades of red and orange. I don’t remember seeing the sun rise. When we arrived in Girona it was bright day. And pretty cold too, just above zero degrees.

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Januar 26, 2009

Immerhinque hat immerhinque 517 Google-Ergebnisse. Das letzte Mal als ich die Wortzusammensetzung gehört habe, muss Anfang der Achtziger gewesen sein. Bestimmt von einem Lehrer, der damals kurz vor der Pension war. Oder war es Walter’s Bruder in Tadellöser & Wolff? Verschroben, ein bisschen betulich aber doch irgendwie sympathisch. Wiederlesen macht jedenfalls Freude.

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Januar 25, 2009

Nach fast acht Jahren Bloggen kriege ich hier zwölf Views an einem Sonntag. Danke Euch allen, seid ihr auch ganz sicher, dass Ihr Euch nicht in der Adressleiste bei der URL vertippt habt? Ich habe übrigens noch einen zweiten Blognamen reserviert, mit dem kriege ich bestimmt locker tausend Views am Tag. Wie damals mit sex and sunshine.

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Januar 23, 2009

Google hatte das neue Blog schon vor ein paar Tagen gefunden, aber jetzt ist auch der erste Surfer über eine Suche hier aufgeschlagen. So richtig überrascht bin ich über den einen der beiden Begriffe jetzt nicht. Die Kombination lässt allerdings schon tief schließen.

Welches Wort passt nicht?

Januar 20, 2009

schlechtdrauf

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Januar 19, 2009

Die Links kommen dann morgen dran.