Archive for the ‘meta’ Category
Juli 6, 2009
blogge momentan eigentlich nur noch wörter im kompetenzteam.
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gestern kommt mir nach fast einem jahr die idee, jean eine e-mail zu schreiben. jean hatten wir vor einem jahr auf dem jakobsweg getroffen und seine füße waren schon nach wenigen tagen voller schwären. abends nach dem tagesmarsch torkelte er wie ein betrunkener. war in neuen schuhen unterwegs. natürlich ohne einlagen obwohl er mindestens so schlimme knick-, senk- und spreizfüße hatte wie ich. sein glückseliges lächeln machte ihn zu einem, der die erleuchtung auf dem weg gefunden zu haben schien. wir trafen ihn kurz hinter logroño am ersten tag und verabschiedeten uns in villafranca del bierzo drei wochen später. wir waren mehr oder weniger synchron gelaufen. anschließend war er mit zwei anderen pilgern bis santiago gegangen und wir waren wieder zurück gefahren. ich schicke ihm also eine e-mail mit zwei bildern und der frage wie es ihm so geht und eine knappe stunde später kommt die antwort. er ist 12 km hinter logroño und geht den jakobsweg ein zweites mal, dieses mal mit seiner frau, die im dritten monat schwanger ist. sie fliegen am 23. juli wieder zurück nach québec. können also nicht alle etappen machen, müssen etwas bus fahren. der witz ist, dass wir nach unserer planung am 22. in santiago ankommen werden, d.h. also wir gehen wieder synchron, was für eine koinzidenz. wir werden sie höchstwahrscheinlich treffen.
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bandwagonesque vs. loveless vs. nevermind. bandwagonesque for me. as in the beginning it just sounded bland and dull. then i heard the melodies. and at the end the noise. loveless was from the beginning on the perfect marriage of noise and melodies. melodies in the mud of looped noise.
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Juni 22, 2009
Wir müssen uns Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen. Er hat immerhin seinen Stein zum Festhalten, wenn er ihn den Berg hinaufrollt. Und wenn er dann runterrollt, dann rollt er nur bis ins Tal und nicht weiter. Sisyphos weiß, wo er ihn zu suchen hat. Sein Leben ist übersichtlich und strukturiert. Es gibt Momente da wäre ich gerne Sisyphos.
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April 2, 2009
Als er 1999 versuchte, einen Kredit für ein Internetprojekt zu bekommen, lehnte der Banker mit der Begründung ab: „Wer weiß, ob es in ein paar Jahren das Internet überhaupt noch gibt?“ Aus heutiger Sicht wäre die richtige Antwort gewesen: „Wer weiß, ob es Ihre Bank in ein paar Jahren noch gibt?“ (Quelle)
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März 22, 2009
Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Sloterdijk dieses Mal ein sehr luzides praxisrelevantes Buch jenseits seiner üblichen lustvoll-gelehrten Wortspielereien geschrieben hat. Es heißt Du musst dein Leben ändern und hier spricht er im Interview darüber. Wobei ich zugeben muss, dass ich noch nie ein Buch von ihm gelesen habe; auf die Kritik der zynischen Vernunft hatte ich damals in meiner Nietzsche-Phase als locker-lässigen Streifzug durch die Philosophiegeschichte abgetan. Das könnte sich jetzt ändern.
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März 17, 2009
Das nicht mehr Rauchen hat viele allüberall ausgebreitete Vorteile, die ich jetzt hier nicht wiederholen möchte. Dass man gefühlte zehn mal so oft schlechter Laune ist wie bevor man mit dem Rauchen aufgehört hatte, gehört auf den ersten Blick nicht dazu. Dreht man den Spieß um, dann kann man allerdings sagen, dass die schlechte Laune eigentlich gar keine ist weil sie nur daher stammt, dass man sein Nikotinquantum nicht gehabt hat und nicht weil man auf irgend jemanden im Besonderen oder auf die Welt im Allgemeinen sauer ist. Für meine Miesepetrigkeit könnt ihr alle nichts, das ist nur der böse Nikotinteufel in mir. Wenn das mal kein beruhigendes Wort zum Tagesausklang ist.
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März 16, 2009
Ein Wort, das ich noch nie leiden konnte. Ein verbranntes Wort. Und zwar nicht nur in Konjunktion mit deutsch. Bis vor nicht so langer Zeit – ich bin gerade mal taufrische fünfundvierzig – traf ich immer noch Verwandte und Bekannte der Generation meiner Eltern, die mich mit einem Satz begrüßten, den ich nie verstanden habe und den sie zuletzt bei meinem Anblick nur noch automatisch repetiert und selber wohl auch nicht mehr verstanden haben. „Mann bist du aber groß geworden.“ Was kann man darauf noch antworten? Wie kann man in ein Gespräch treten mit einem Menschen, der einen auf die Länge in Zentimetern reduziert? Schlimm an dem Satz ist ja vor allem diese Insinuation, dass ich nur physisch groß geworden bin und nicht geistig, seelisch oder sozial oder sonst wie. Denn ansonsten würden sie es ja sagen. Der Satz ist nahezu eine Diskriminierung, es wird ja damit ausgedrückt, dass man gerade nicht wirklich groß ist, sondern nur physisch. Inzwischen erwische ich mich selber bei diesem Gedanken, wenn ich meinen Neffen in Jahresabständen wiedertreffe. Bis jetzt konnte ich es mir noch verkneifen, aber so „groß“ ist er mit 14 noch nicht.
Außerdem gibt es da noch Alexander den Großen mit dem mich seltsamerweise noch fast niemand verglichen hat. Obwohl er doch immerhin mein Namensvetter ist, ich von der Körperstatur groß bin und dem Wein auch nicht abgeneigt. Als Feldherr habe ich mich zudem im Schach hervorgetan, wo ich mal kurzzeitig Zweiter bei der NRW-Schülermeisterschaft war. An sowas muss ich denken, wenn irgendwas angeblich groß ist. Gegen das Wort hat sich eine ganz schwere Allergie bei mir entwickelt. Die krieg ich auch nicht mehr weg, nicht dass ich das wollte.
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März 16, 2009
Gestern ist mir wieder eingefallen, was ich nach dem vorletzten oder vorvorletzten Amoklauf gelesen habe. Wie die Leichen dagelegen haben hinterher auf dem Tatort. Und wie dann in ihren Taschen die Handys zu klingeln begonnen haben, weil noch Angehörige und Freunde angerufen haben, die noch nicht wussten, dass ihr Anruf nicht mehr beantwortet werden wird. Ich weiß nicht mehr, wo ich das gelesen habe, in irgendeinem Artikel, in dem ein Polizist Auskunft über seine Erlebnisse gegeben hat.
(PP in seinem neuen Blog)
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März 8, 2009
Bücher sind die festverzinslichen Wertpapiere des Erinnerungsmarktes, meint Eco. „Wenn ich meinen Computer oder mein E-Book aus dem fünften Stock schmeiße, kann ich todsicher sein, dass alles verloren ist. Ein Buch bekommt höchstens einen Knick.“
(Umberto Eco in L’espresso übersetzt vom Perlentaucher)
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März 7, 2009
Caos Calmo (Stilles Chaos), der gerade erst in Berlin gelaufen ist, mit Nanni Moretti in der Hauptrolle gesehen. Mir hat vor allem gefallen, mal wieder italienisch zu hören, verstehe zwar so gut wie nichts aber die Sprache und natürlich ihren Klang habe ich immer gemocht und die Leute auch fast immer. Das Land sowieso. Der Film war untertitelt und ich habe gelernt, dass casino auf italienisch nicht Spielbank heißt, das wäre casinò, sondern Bordell, Durcheinander, Haufen, Lärm, Radau, Schlamassel, Tohuwabohu, Drunter und Drüber etc. Es dauert halt bei mir manchmal etwas länger bis der Groschen fällt. Der Film hat mir übrigens bis auf die dreifache Schleichwerbung für einen Premiumautokonzern gut gefallen. Vor allem das Lächeln der kleinen Claudia¹, der Tochter, das mich an den Charme eines anderen etwa gleichaltrigen italienischen Mädchens erinnert hat, das heute so an die 20 sein sollte. Hexen scheinen für eine italienische bambina unheimlich spannend zu sein. Ich wurde sogar an das wunderlich schöne Wort strega erinnert. Ansonsten auch noch gute Musik. Radiohead’s Pyramid Song in einer zentralen Szene des Films. Was für ein gefühlsschweres Lied, dazu kann man ganz phantastisch loslassen und -heulen, das hat Nanni Moretti dann auch gemacht. Ich glaube, ich versuch das jetzt auch einmal.
¹Blu Yoshimi, ob die überhaupt Italienerin ist?
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März 7, 2009
Apparently the person twittering under Brian Eno’s name is not Brian Eno. Still an interesting twitter if you are interested in the man and his music.
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März 6, 2009
I had kind of a midlife crisis at twenty, which probably doesn’t augur well for my longevity.
(David Foster Wallace quoted in this long New Yorker article)
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März 4, 2009
catherine meint, dass das bild da oben kitschig ist. deswegen mag sie das blog nicht. ich versteh das nicht. denn eigentlich gibt es keinen, der so allergisch auf kitsch reagiert wie mich. kitsch ist ganz große scheiße. und das bildchen da oben ist einfach ein naturereignis, eine aufgehende sonne. der kitsch liegt in der retina des beholders. den gibt es ansonsten gar nicht.
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März 4, 2009
sometimes i ask myself if communication exists outside of my head. or if it is just an illusion we imagine as it is easier that way.
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Februar 23, 2009
Bei den einen ist die Fassade interessanter als das, was dahinter steckt, bei den anderen ist es umgekehrt.
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Februar 10, 2009
Sometimes I write in English, sometimes in German. If you only want to follow the English posts, there is an rss feed here. Für Deutschsprachler, die keine Lust auf die englischen Beiträge haben, ist dieser RSS-Feed gedacht. Alles klar?
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Februar 9, 2009
Cargo am Frankfurter Hbf gekauft. Die eine Seite gelesen, wegen der ich mir das Heft zugelegt habe. Mich wegen meiner Neugier, die befriedigt wurde, geschämt und gleichzeitig enttäuscht gewesen. Immer dasselbe. Wie minimalistische Musik. Da Capo. Round & round & round. Blog aus Roll entfernt. Ein Blog, das nicht mehr aktualisiert wird, braucht kein Mensch. & auf die Ruine verlinken, können meinetwegen die Netzhistoriker. Kann jetzt den Rest von Cargo in aller Ruhe lesen.
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Februar 9, 2009
Unglaublich aber wahr. Ich habe doch tatsächlich einen Twitter (oder wie nennt man die Dinger?) gefunden mit dem ich was anfangen kann. Da stehen entweder Denkanregungen, Handlungsanweisungen oder neue Worte/Sachverhalte drin bzw. es wird auf Artikel, Podcasts, Musikstücke oder Videos im Zusammenhang mit dem Autor verlinkt. Wer mag das wohl sein? Brian Eno, wer sonst. Ein Sechzigjähriger zeigt den jungen Spunden wie man ein SMS-Blog schreibt. Ich zwitscher mir jetzt auch einen. Aber in echt.
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Februar 6, 2009
Beggar’s Banquet has always been my favourite album by the Stones. To be honest I have never been a huge fan of the band, maybe it is because they were always there. And they still are. Or at least they think so. No Expectations is dominated by Brian Jones slide guitar on the right channel. Jagger said it was one of the last times Brian Jones was involved in something he cared for. About a year after the recording he was dead. I love that the guitar sounds like a drunk staggering along. The song was recorded with open mikes in a live setting and it has this intimate home feel. It is a slow blues ballad which adds to the cosy atmosphere. Jagger seems to be lamenting. I always expect him to burst into tears in a second. Not a typical Stones song.
Not to have any expectations is an attitude I aspire but hardly ever attain. You cannot be disappointed if you don’t expect anything. But you can very well be surprised in a good way. With music this happened many times to me. Let’s take Astral Weeks Van Morrison’s milestone album from 40 years ago. I had read so much about its ingenuity: a white man singing the blues like no other etc. that I was totally underwhelmed when I heard it for the first time. It was so not there, so ephemeral, passing me by completely. Other artists like Joni Mitchell or The Smiths I discovered by pure chance without knowing anything about them not even their name. And their music immediately became a part of me.
There is also a meta aspect of this idea. I had planned to write about a song per day or maybe five per week but I would like you not to expect this posting frequency by me as you will surely be disappointed soon. Fortunately there are only about two and a half people following this blog so the letdown will be limited. And I beg you not to expect anything from the music. Only then your mind will be open to enjoy it. To be maybe hit or penetrated by it. But if you want me to write about a song you would like to discuss about please feel free to do so. As the main purpose of blogging for me besides concentrating myself on something is to communicate with others and to exchange views and thoughts.
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Februar 2, 2009
I switched them off. The thing is I like them in blog posts as in many cases they are extremely useful. For example when I link to a Wikipedia article you can read the beginning without having to open the page. That’s very neat. One disadvantage is of course that there are word ads in Snap now but they are not the reason why I turned the service off. I would have liked to just switch it off for the blogroll and other links on the right side as the pop-up windows are really annoying there. But I didn’t find any information about how to do it. Musicophilia implemented exactly what I’d like to do. Snap works in the posts of the main blog but there are no previews for the links on the right side. I have no clue how that works but I am a beginner here so please excuse me.
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Januar 26, 2009
The title-page up there is a photo of the rising sun as seen from an airplane on December, 21st. We were flying to Girona. It was the flight which took off 6h40 in Hahn in the Hunsrück. We had gotten up just before four o’clock and I got flashed at 4h26 on the motorway bridge over the Rhein in Wiesbaden with an excess speed of 20 km per hour. I was lucky, only 30 euros and no „points“. Just thinking of all that, isn’t December, 21st the shortest day of the year? The photo of the sunrise was taken just after we arrived at the Mediterranean. We were sitting on the left side. I remember that there was a city at the coast. Maybe Nice? Or San Remo? It was not too far away from the Alps. I didn’t ask, I should have. When the plane arrived above the Mediterranean it turned right. I was totally mesmerised by the different shades of red and orange. I don’t remember seeing the sun rise. When we arrived in Girona it was bright day. And pretty cold too, just above zero degrees.
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Januar 26, 2009
Immerhinque hat immerhinque 517 Google-Ergebnisse. Das letzte Mal als ich die Wortzusammensetzung gehört habe, muss Anfang der Achtziger gewesen sein. Bestimmt von einem Lehrer, der damals kurz vor der Pension war. Oder war es Walter’s Bruder in Tadellöser & Wolff? Verschroben, ein bisschen betulich aber doch irgendwie sympathisch. Wiederlesen macht jedenfalls Freude.
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Januar 25, 2009
Nach fast acht Jahren Bloggen kriege ich hier zwölf Views an einem Sonntag. Danke Euch allen, seid ihr auch ganz sicher, dass Ihr Euch nicht in der Adressleiste bei der URL vertippt habt? Ich habe übrigens noch einen zweiten Blognamen reserviert, mit dem kriege ich bestimmt locker tausend Views am Tag. Wie damals mit sex and sunshine.
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Januar 23, 2009
Google hatte das neue Blog schon vor ein paar Tagen gefunden, aber jetzt ist auch der erste Surfer über eine Suche hier aufgeschlagen. So richtig überrascht bin ich über den einen der beiden Begriffe jetzt nicht. Die Kombination lässt allerdings schon tief schließen.
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