Archive for 8. August 2010

2:53 Lloyd Cole – How Wrong Can You Be? (rough mix 2005)

August 8, 2010

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Von dieser instrumentalen Rohversion eines relativ neuen Titels von Lloyd Cole habe ich schon mal in meinem Vorgängerblog close your eyes geschwärmt und habe dem eigentlich nichts hinzuzufügen:

no expectations
die schönsten momente im leben sind eigentlich immer die, die man nicht erwartet hat, die ohne eigenes zutun über einen gekommen sind. für musik gilt das genauso. vielleicht sogar noch mehr. völlig nichtsahnend habe ich mir vorhin dieses instrumental angehört (link credit to the pinefox). und ich hatte plötzlich so ein kostbares gefühl der durchlässigkeit, der dünnhäutigkeit, der überempfindlichkeit, der fragilität. wie soll ich es beschreiben? meine ganze konzentration war nur noch auf die musik gerichtet, ich wollte sie mit den ohren und dem hirn aufsaugen, nichts verschütten, den genuss bloß nicht durch eine andere gleichzeitige aktivität verwässern. nur noch hinhören und hineinkriechen in das lied. natürlich ist die melodie melancholisch und doch ist das stück gleichzeitig sehr gelassen, es hat etwas souveränes, derjenige, der es komponiert hat, muss lebenserfahrung haben. es ist von lloyd cole, den ich etwas aus den augen verloren habe, von seinem letzten album antidepressant. es heißt how wrong can you be? …

(Die Liste aller seit dem 1. Februar ausgewählten 162 Songs ist hier.)

2:54 The Beatles – Julia (1968)

August 8, 2010
http://docs.google.com/uc?id=0B6VP-jaS7U-JNTVhYTA4ZTAtYzNlYS00YTZkLTlmMmQtMmZhZDY3NGVmYzI4&export=download&hl=de

Half of what I say is meaningless
But I say it just to reach you, Julia
Julia, Julia, oceanchild, calls me
So I sing a song of love, Julia
Julia, seashell eyes, windy smile, calls me
So I sing a song of love, Julia
Her hair of floating sky is shimmering
Glimmering in the sun

Diese Liebesweise John Lennon’s ist gleichzeitig an seine früh verstorbene Mutter Julia wie auch an Yoko Ono, deren Vorname auf japanisch Meereskind bedeutet, gerichtet. Ich habe sie erst sehr spät Ende der Achtziger zum ersten Mal gehört und seitdem ist sie mein Lieblingslied der Beatles, die hier außer Lennon allerdings gar nicht mitspielen. Die sehr privat-persönliche Stimmung kommt auch darin zum Ausdruck, dass man als Zuhörer das Gefühl hat, dass John Lennon einem die intimen Worte direkt in die Ohrmuscheln flüstert. Dazu spielt er im gerade von Donovan in Rishikesh gelernten Fingerpicking-Stil akustische Gitarre. Die Melodie ist sehr einfach gehalten und hat etwas von einem besänftigenden Wiegenlied. Sie erinnert mich entfernt an Joni Mitchell’s Blue, das allerdings erst etwas später geschrieben wurde.

(Die Liste aller seit dem 1. Februar ausgewählten 161 Songs ist hier.)