Alles dreht sich im Kreis.
Dem Winter folgt der Frühling.
Leben geht weiter.
Alles dreht sich im Kreis.
Dem Winter folgt der Frühling.
Leben geht weiter.
Groovender Jazz-Funk
Tanz in heiße Freitagnacht
Fetter Bläsersatz
Flirrende Hitze.
Wehmütiger Cowboy geht
auf Breitwand durchs Bild.
Bei der Geschichte
vom kleinen, lustigen Hund
zum Schlosshund werden.
Nach dem Gedanken
und vor seiner Äußerung:
ein ganzes Leben.
[frei nach Lou Reed – Some Kinda Love]
Eigener Kommentareintrag bei Manafonistas:
„Das Stück in der Version von Hot Butter stieg wohl im August 1972 in die deutschen Charts ein. Das war die erste vollelektronische Musik, die ich gehört habe, lange vor Autobahn. Damals fing ein neues Zeitalter an. Bis gerade eben kannte ich nicht mal den Titel, erst jetzt fällt mir auf, dass die schnell gespielte Melodie sich ja wirklich ein bisschen wie aufploppendes Popcorn anhört. Wobei bei Popcorn ja die meisten Körner fast gleichzeitig aufplatzen, die Geschwindigkeit also langsam ansteigt, dann in ein Staccato übergeht und dann nur noch vereinzelte Plops kommen. Popcorn haben wir das erste Mal an einem Samstag gemacht, da lief gerade Raumschiff Enterprise. Muss auch so ca. 1972 gewesen sein, ich war so etwa neun. Damals sah die Zukunft irgendwie besser bzw. spannender aus als wie sie dann geworden ist. Insbesondere für einen Noch-Nicht-Teenager.“
post-punk guitar swirl
spoken everyday thoughts
album of the year
[Dry Cleaning – Her Hippo from New Long Leg]
Solange Shakey
noch sprechsingt und Old Black grollt,
ist die Welt ok.
Locker, luftig, leicht.
Gute Laune verbreitend.
Welch Start in den Tag!
Schwer unheimliche
Himmelssphärenbeatmusik,
die einen reinzieht.
Ein groovender Strom:
Beruhigend, aufrichtend,
leichtfüßig, tröstend.
’ne sanfte Stimme,
lyrics, die ins Herz treffen,
pedal steel guitar.
Ein Trompetenton
in brodelnden Klangräumen.
Traummusik. Magisch.
Fahrt durch Schneelandschaft
mit Kindergesang im Ohr.
Es weihnachtet sehr.
Morgens um sieben
sich das Ohr streicheln lassen
am Strand von Rio.
Funky Antidot
zum trüben Novemberblues.
Gib mir mehr Wah Wah.
Sturkopf, großmäulig.
Vier deutsche Staaten erlebt.
Völlig irrer Typ.
Orgeldrones pushen
zu Hundertertrittfrequenz
auf Ergometer.
Mundharmonika
streichelt waidwunde Seele.
Ein Bad in Streichern.
[John Barry – Theme from Midnight Cowboy with Toots Thielemans]
Have you ever seen
anybody dance like this?
Power in motion.
Wo sich Video
und Musik perfekt matchen.
Party icebreaker.
Ein wärmender Groove.
Die Flöte ist der Star hier.
Lebensfreude pur.
With your voice you have
put me under your spell again.
Depth, sadness and joy.
[LUMP – Climb Every Wall]
Sie haucht Leben ein
in alles, was sie anfasst.
Und ganz viel Seele.
Aufwachen! Endspurt!
Fuzz guitar blues riff maelstrom.
Sprung in Jungbrunnen.
A warm light guides us.
Bright but not dazzling at all.
Just a trumpet tone.
Ein graues Cover,
erinnert mich verdammicht
an Unknown Pleasures.
[Low – Hey What]
A proof that good sex
is all about the foreplay
and not the orgasm.
Twelve kilometers
below ground temperatures
reach hellish levels.
[The Mountain Goats – The Destruction of the Kola Superdeep Borehole Tower]
Gitarrenloops, die
von den Grillen da draußen
sanft umzirpt werden.
[Rachika Nayar – august 31st via aquarium drunkard auf Ohrhörer in Markneukirchen im Zimmer bei offenem Fenster]
Concert in the woods
starts with a divine version
of Tried to Tell You.
„… busy lately
… you haven’t found the time to
open up your mind“
The first album I got at the time was „Long Division“ and I found it quite dull. Then I heard their version of „Transmission“ (on the Joy Division cover album „A Means to an End“) and was stunned. Just by slowing it down, they added something to the song. Listening to their cover was like watching a flower open up to the sun in the morning in real-time. I also loved that making a song slower also usually makes it longer which is perfect if you love the song. Yesterday I listened to their first album „I Could Live in Hope“ for the first time and was totally overwhelmed. A perfect album for last night when the storm and rain hit hard outside. So warm and cosy, like a warm blanket to cover yourself with and hide from the tough world around.
[Self quote from: I Love Music – Low: Classic or Classic?]
Der alte Wein schmeckt
in einem anderen Schlauch
bittersüß wie je.
Wir hören Musik,
der Resonanz wegen, um
nicht allein zu sein.
[frei nach Rick Rubin in diesem phantastischen Gespräch mit Brian Eno im Rahmen seines Podcasts Broken Record]
Wieso sind’s so oft
die traurigen Musiken,
die mich anziehen?
Draußen nass und kalt.
Ab in die Badewanne.
Im Schaum versinken.
Traurige Weise,
von Klavier sacht angespielt,
das nicht allein bleibt.
Kevin Shields‘ guitar
on Loveless stirs up the clay
and it sticks for good.
Es klingelt an Tür.
Ich gehe hin, niemand da,
stell Musik leiser.
Klavier und Cello,
übertönt von der Stille,
wenn sie pausieren.
[Ketil Bjørnstad & David Darling – Silent Dream]
Why the heck do I
continue to buy books on
Dillon, the show-off?
[Look Out Kid, Bob Dylans Lieder, unsere Geschichten]
After a second
all the memories are back.
The fire crackles.
[Teenage Fanclub – Home, the single edit from the new album Endless Arcade]
Wellen kräuseln sich.
Ein Teich voller Seerosen,
die sich zunicken.
[Jakob Bro, Arve Henriksen, Jorge Rossy – Music for Black Pigeons]
Langsamer spielen.
Den Moment mehr auskosten
und doch abdriften.
Crossing the desert
in a dark convertible
during the late night.
[The Colorist Orchestra & Howe Gelb ft Pieta Brown – More Exes]
Direkt, lakonisch
verspielt, verträumt, verletzlich,
herzzerreißend-schön.
Gähnende Leere
zwischen zahllosen Sternen.
Das ist der Weltraum.
Vom Bass gekitzelt,
von der Sitar gestreichelt,
vom Cello umarmt.
[David Darling – Cycle Song vom 82er Album Cycles]
Wer nicht wissen will
wie es im Paradies klingt
bitte weghören.
Dreamy tenor sax.
Impressionist piano.
Waves lapping the shore.
[Joe Lovano – Chapel Song from the new album Garden of Expression]
Schottischer Bär brummt
zu schaurig-schönen Klängen
Wörter zu Körpern.
[Arab Strap – The Turning of Our Bones vom neuen Album As Days Go Dark]
Stechapfelblüten
öffnen sich in Zeitlupe
im Vollmondenschein.
[Loma – Half Silences vom Album Don’t Shy Away via Fingertips.]
Sich die Zeit nehmen.
Der sanften Weise lauschen.
Wehmütig werden.
[Bill Frisell – Winter Always Turns to Spring vom letztjährigen Album Valentine.]
Power. Slider auf.
CD rein. Play. Hinsetzen.
Musik auskosten.
Die Playlist von 69 Liedern, über die ich bisher Haiku geschrieben habe bis auf wenige Ausnahmen, die nicht bei dem Dienst gelistet sind. Insgesamt rund 6 Stunden Spielzeit.
Man nehme Siouxsie,
Nina Hagen, Ideal
und mische gut durch.
[Sofia Portanet – Menschen und Mächte vom letztjährigen Album Freier Geist]
aber wo nur wo
ist man woanders und
wo ist man anders?
[Masha Qrella – Woanders vom gleichnamigen Album nach Texten von Thomas Brasch]