Wild, wild horses, we’ll ride them someday
Das erste Lied der Rolling Stones in meiner kleinen Musikauswahl. Tätä. Und dann auch noch eine Ballade. Tätä. Wie ich sie eigentlich hasse. Tätä. Okay, Schluss mit dem Unsinn, ich bin hier an der Spree, weit weg von Rhein und Main. Tja ich glaube das ist mein Lieblingslied der Stones, meine Lieblingsplatte ist Beggar’s Banquet weil sie so schön abgedreht ist – vor allem das Jigsaw Puzzle habe ich bis heute noch nicht entwirrt, aber eigentlich kenn ich die Stones gar nicht richtig. Für die Beatles war ich ja auch zu jung, aber deren Gesamtwerk habe ich mir dann später reingepfiffen während die Stones für mich im Grunde immer nur eine Band waren, die nicht rechtzeitig aufhören konnte und deren Musik – und zwar auch die aus ihrer Jugend – dadurch wie Altherrenmucke klang. Bei dem Lied hier habe ich früher übrigens immer gedacht, dass Mick Jagger von „white horses“ singt, wilde Pferde sind wirklich das Allerletzte, was ich mit dieser sanften, schleppenden Melodie in Zusammenhang bringen würde. Trotzdem oder gerade deswegen ein wunderschönes Liebeslied, das jung und faltenlos geblieben ist im Gegensatz zu seinem Sänger. So betrachtet ist es das Bildnis des Dorian Gray.
(Die Liste aller seit 1. Februar 2010 ausgewählten 344 Stücke ist hier.)



