Archive for 21. März 2011

6:02 Joni Mitchell – Amelia (1976)

März 21, 2011
https://docs.google.com/uc?id=0B6VP-jaS7U-JYTk3YjM3ZDktM2Y1MC00YTE1LWExN2EtZGFkZGRkZmE1MTc1&export=download&hl=de

I was driving across the burning desert
When I spotted six jet planes
Leaving six white vapor trails across the bleak terrain
It was the hexagram of the heavens
it was the strings of my guitar

Dieses Lied und das zugehörige Album hörte ich das erste Mal in der Nähe von München am kleinen, aber feinen Pilsensee. So richtig habe ich nie verstanden, was die Leute an Bob Dylan so toll fanden (er war ok), seine Stimme war ein grässliches, unverständliches Krähenkrächzen, seine Melodien entweder simpel oder nicht vorhanden, seine streberhaften Texte aus der Bibel und diversen anderen Quellen zusammengeklaubt. Diese Art von schlaumeierhafter, geheimbündischer Musik – wie auch die literarische Variante bei James Joyce, Arno Schmidt, Thomas Pynchon et al. – war mir immer zu anstrengend und zu weit hergeholt. Man hatte bei ihr auch immer das Gefühl, dass man dem Autoren seine eigenen Elaborate auslegen musste. Bei Joni war das alles viel einfacher und komplexer. Einfacher weil direkter. Komplexer von der Psychologie her; es ging meist wie auch hier um Beziehungen zu dem anderen Geschlecht. Über Joni und dieses Lied will ich jetzt auch gar nichts mehr schreiben, es hat damals ganz alleine ohne Erklärungen Dritter zu mir gesprochen und es war gut so.

(Die Liste aller seit 1. Februar 2010 ausgewählten 362 Stücke ist hier.)