Überbordender
spiritueller Jazz aus
dem hohen Norden
[Jimi Tenor – Alice in Kumasi]
Überbordender
spiritueller Jazz aus
dem hohen Norden
[Jimi Tenor – Alice in Kumasi]
Eine ganze Welt
Verborgen in diesem Stück
Eine schöne Welt
[Bark Psychosis – Shapeshifting von Codename: Dustsucker, 2004]
Zum Runterkommen
Nach einem stressigen Tag
Follow the bass line
[Khruangbin – White Gloves ii]
Stoisch fokussiert
trotz physischer Kontakte
den Liedtext singen
Das Leben ein Fest
mit traurigem Unterton
Vergiss die Lyrics
[Swell – Forget About Jesus von 41, 1994]
This is how it starts:
He slipped in the shower stall
Hit his head and died
[Eleventh Dream Day – Among the Pines from Prairie School Freakout, 1988]
Am Ende des Songs
Mitten im Paradies sein
Everything is new
[Kings of Convenience – Winning a Battle, Losing the War, 2000]
Mucksmäuschenstille
Kraft, Würde, Erhabenheit
Sheng, noch nie gehört
[Claudio Monteverdi – Madrigals, Book 9: Si dolce è il tormento, perf. by Wu Wei, Stegner, Saksala]
Killing an Arab
Von der Sonne geblendet
Zum Tod verurteilt
[François Ozon – L’Etranger (Camus), 5 aus 5]
She’s a girl, she’s strong
Supernova full of love
Ultimate Ballad
[The Hollies – He Ain’t Heavy, He’s My Brother, 1969]
Trip in das Land von
Liebe, Glaube und Hoffnung
Er ist schon mal vor
[Pharoah Sanders – Thembi, 1971]
Ein Trauerspiel mit
sechsunddreißig Darstellern
Die Hauptperson fort
[Jon Savage – Sengendes Licht, die Sonne und alles andere. Die Geschichte von Joy Division]
Welten vereinen
zu etwas Transzendentem
In der Musik gehts
[Peter Gabriel – A Different Drum von Passion, 1989]
Rotkehlchen im Baum
Die ersten Töne morgens,
die letzten abends
Provokation
Warsaw zu Joy Division
Seinen Sound finden
[Joy Division – No Love Lost, 1978]
Drei Finnen im Schloss
Subtiles Zusammenspiel
Finger gelockert
[Iiro Rantala, Kaisa Mäensivu, Morten Lund – Beautiful Love (Bill Evans)]
Oben im Himmel
Ätherische Wohlklänge
Engelschorgesang
[Lush – Lovelife von Split, 1994]
Early nineties vibes
An irresistible voice
Ethereal stuff
[Lush – Love at First Sight (The Gist), 1994]
Perlend, expressiv
Zeitlos frisch, unbekümmert
Das Piano strahlt
[Iiro Rantala – In a Sentimental Mood (Duke Ellington)]
Ich weiß nicht warum,
aber in diesem Klangbett
streck ich mich gern aus.
[Björn Meyer – Provenance, 2017]
Geflecht aus Rhythmen
In den Körper einfahrend
Hypnotischer Groove
[Simon Popp – Hain]
Gimme those lyrics
Gimme that tune and that voice
Gimme that guitar
[Scout Niblett – No Scrubs (TLC), 2012]
L’as de TRÈFLE qui
PIQUE ton CŒUR, CAROline…
Elle était ma came
[MC Solaar – Caroline, live 1998]
Retro im Quadrat
Nach ner durchgetanzten Nacht
Geht die Sonne auf
[The Whitest Boy Alive – Golden Cage (Fred Falke Remix), 2008]
Nach ein paar Tönen
wissen welche Band es ist
Vibraphonträume
[Tortoise – A Title Comes]
Sofort mittendrin
Den vier Violinsaiten
Leben einhauchen
[Johann Sebastian Bach – 2. Partita d-moll BWV 1004 Sarabande (Hilary Hahn)]
Wie das dahinfließt
Romantische Träumerei
Nick Drake’s Muttermilch
[Nitai Hershkovits – Dream Your Dreams (Molly Drake) von Call on the old wise, 2023]
Mundharmonika!
Sprühend vor Lebensfreude
Und noch ein Einsatz
[Talk Talk – Living in Another World von The Colour of Spring, 1986]
Abstrakt, frei fließend
Jeder Ton öffnet den Raum
Zu dem Dahinter
[Leo Genovese – Brooklyn de Noche]
I blee-ee-ee-eed
(everything is breaking down)
I blee-ee-ee-eed
[Pixies – I Bleed von Doolittle, 1989]
Ins Ohr geflüstert
Diskrepanz von Wort und Tat
Harmonikafest
[Cowboy Junkies – He Will Call You Baby, live 2013]
The Cure wohnen jetzt
in Wien, singen auf Deutsch und
sind nicht gealtert
[Julia Effekt – Streichholz]
Dass nur eine Frau
mich retten kann, habe auch
ich lange geglaubt
[Guided by Voices – Cut-Out Witch von Under the Bushes Under the Stars, 1996]
Don’t remember shit
about this but it captures
Luxembourg good times
[Prefab Sprout – The Sound of Crying, 1992]
Schwarze Romantik
Lautstärke bis zum Anschlag
Gitarrenmælstrom
[Julia Effekt – Die Birken]
Klarheit brauch ich jetzt
Jemanden, der mich festhält
Und diese Stimme
Direkt vor Bühne
Dichter, dynamischer Sound
Jeder macht sein Ding
[Giant Sand, Danish line-up@Lido, Berlin]

Nicht zu bändigen
Stimme, die man nie vergisst
Kein Glück mit Männern
Draußen herbstet es
Unter Decke verkriechen
Balladen hören
[Say She She – Little Kisses]
Auf- und Abwogen
Ins Gehirn eingeschrieben
Geister mit Körpern
[The Police – Spirits in the Material World von Ghost in the Machine, 1981, via]
Is it just a walk
in a New York winter when
the ice is cracking?
[Suzanne Vega – Cracking, 1985]
Mit dem Bass schwingen
Intrikates Mannschaftsspiel
Kammerjazzmusik
[Oregon – Yellow Bell von Out of the Woods, 1978]
Gitarre schneidend
Hart, kreativ, melodisch
In Ohren läutend
[Kings of Leon – The Bandit, 2021 (via radioeins)]
Zärtlicher Anschlag
Klavier, Bass, Drums im Einklang
Lyrisches Motiv
[Fred Hersch – The Surrounding Green]
In erster Reihe
Augen zu, durch Bauch atmen
Schwer werden, hören
[Nicolas Namoradze – Werke von Pärt, Debussy, Bach, Ligeti, Scriabin und Ravel @Kronberg Academy, Bechstein Saal]
Zauber im Anfang
Maschine trifft Melodie
Zu Tod genudelt
[The Notwist – Pick up the Phone von Neon Golden, 2003]
Schlaflied deck mich zu
Wenn Saiten Schluckauf haben
Quietschen als Add-on
[The Montgolfier Brothers – Think Once More von The World Is Flat, 2002]
Tanz und Traurigkeit
Ein hypnotischer Rhythmus
Ein tolles Duo
[Grandbrothers – We Collide]
Zieh mich tief runter
Immer tiefer und tiefer
Denn da will ich hin
[dEUS – Bad Timing von Pocket Revolution, 2005]
Ich habe gehört
Es gibt Kirchen, in denen
tanzen sie alle
[Marvin Gaye – Inner City Blues (Make Me Wanna Holler) von What’s Going On?, 1971]
Wenn der Blitz einschlägt
Wenn sich dein Leben ändert
Wenn dein Herz stillsteht
[Moriarty – Hanoï Blue, live von Ghee Whiz But This Is a Lonesome Town, 2007]
Rain rain go away
Come again another day
… baby wants to play
[Joan Shelley – Here in the High and Low]
Apokalypse
Nie waren wir dir näher
Teuflischer Soulsong
[Curtis Mayfield – (Don’t Worry) If There Is a Hell Below, We Are All Going to Go von Curtis, 1970]
Die Erde noch warm
Die Felder abgeerntet
Spinnweben glitzern
[Friedemann – Indian Summer vom gleichnamigen Album, 1987]
Spiritual jazz
Plädoyer fürs Einfache
Wir grooven uns frei
[Yusef Lateef – Like It Is von The Blue Yusef Lateef, 1968]
Hypnotischer Bass
Trip durch brodelnde Klänge
Wie weggeblasen
[Nils Petter Molvær – Song of Sand von Khmer Live in Bergen]
Im Wohlklang schwelgen
Sich vollständig hingeben
Zeit Zeit sein lassen
[Lambchop – Under the Same Moon von I Hope You’re Sitting Down, 1994]
Tritt in die Füße
Nahtlose Bewegungen
Tanz ins Wochenend
[Jeff Tweedy – Out in the Dark von Twilight Override]
Fiep. Glitch. Piep. Tick. Rausch.
Geräuschkunstwerk mit Hookline.
Punkte verbinden.
[Fennesz – Aus von Hotel.Parallel, 1997]
Erhaben weinen
Widerhall der Renaissance
Ruhe-, Kraft-, Trostquell
[Dowland – Lachrimae, or Seven Tears: No. 2 (Jupiter Ensemble) von Thomas Dunford, Lea Desandre – Songs of Passion]
Piano Magic
American Analog …
The bliss of slowness
[Modern Nature – Radio]
Neben all dem Dreck
kommt auch ganz Wunderbares
aus den USA
[Gillian Welch & David Rawlings – What We Had, 2024]
In neuem Gewand
Ganz langsam dahinfließend
Flöte im Zentrum
[Ensemble Nirvana – Goldberg Variationen, Aria von JS Bach transkr. für Traversflöte, Violine, Gambe und Orgel]
There was a time when
classical guitar music
almost saved my life
[Rolf Lislevand – Intro / Libro primo d’intravoltura di lauto: Toccata sesta von Libro primo]
Fünfzehn Minuten
Trip durch weite Landschaften
Im Flug vergehend
[Van Morrison – When Heart Is Open von Common One, 1980]
Vor deinen Augen
stirbt dein Freund, du erträgst’s nicht,
gehst, schämst dich dafür
[Van Morrison – T.B. Sheets, 1967]
Höchste Eisenbahn
Für eine Entziehungskur
Er hat es gewusst
[The Gun Club – Yellow Eyes (live) von Divinity, 1991]
Wenn Schweigen Gold ist
Eine Schönheit, die weh tut
Nicht von dieser Welt
[Beth Gibbons & Rustin‘ Man – Sand River von Out of Season, 2002]
In Abendsonne
glitzernde Perlenkette
von Klaviertönen
[Oscar Peterson Trio – You Look Good to Me, live Holland 1965]
Ian’s letztes Wort
Trauer in Musik gebannt
Auf dem Weg nach vorn
[New Order – Truth von Movement, 1981]
Ian’s Vermächtnis
Das Keyboard stimmt an und wir
wissen wo’s hingeht
[Joy Division – Decades, letztes Lied von Closer, 1980]
Erster Sonnenstrahl
An alte Zeiten denken
Beide verbinden
[Paolo Fresu, Richard Galliano, Jan Lundgren – Float]
Beautiful actress
puts headphones around his ears
so that all will change
[The Shins – New Slang, 2001]
Dumpfe Beats, Drones, Hall
Wüstentrip zum nächsten Kick
(Do not) watch your steps
[Óliver Laxe – Sirāt (Soundtrack: Kangding Ray), 3 von 5]
Fliegender Teppich
Webstuhl Tenorsaxofon
Verträumte Töne
[Joe Lovano – Seeds of Change von Trio Tapestry, 2019]
Gitarrentöne
Heller am Himmel glitzernd
Als die Fixsterne
[Felt – Fortune, 1982 (remastered)]
Wie konntest du mich
damals nur so gut kennen,
ich war noch nicht fünf
[Nick Drake – Man in a Shed von The Making of Five Leaves Left, März 1968]
Es hat „Klick“ gemacht
Sechsundzwanzig Minuten
Im Flug vergangen
[The Necks – Causeway von Disquiet, das am 10.10. erscheint]
When you need it most
A stroke of the forearm’s hair
A slow motion hug
[Bonny Light Horseman – The Roving, 2020 (via)]
In Gitarrenbauch
Ganz tief reinkriechen wollen
Im Riff verschwinden
[Flowerpornoes – Herz aus Stein von … red‘ nicht von Straßen, nicht von Zügen, 1994]
Westküstenfeeling
Lied für späte Abende
In wilden Zeiten
[Cracker – Kerosene Hat, 1993]
Wabernde Sphären
Als Zukunft noch sexy klang
Dahingeschmolzen
[Leftfield – Melt von Leftism, 1995]
Direct, dense, cosy
Warm, intimate chord shower
To look forward to
[Joan Shelley – Real Warmth (out Sep., 19th) listening party]
Emsige Hände
bringen Gefühle rüber,
wenn wir sprachlos sind
[Jonathan Richman – O Guitar]
No one wrote lyrics like you
We miss you so much
[Silver Jews – Random Rules, 1998]
Wie lange brauchst du,
um herauszubekommen,
welches Stück das ist?
[Vincent Meißner – ??? von Eigengrau]
Life is but a dream
Haunting us until the end
This is the soundtrack
[The Rolling Stones – Heaven from Tatoo You, 1981]
Gitarrenzauber
Unvergessliche Stimme
Knochentiefer Groove
[Jeff Tweedy – Enough]

Seit ein paar Tagen
kann ich nicht genug kriegen
von einem Album
eines norwegischen Schlagzeugers
Es startet mit Stille,
von Gongschlägen unterbrochen,
die eine Erwartung schüren
aufs Offene, aufs Freie
Das Nachhallen der diskreten Gongschläge,
das den Raum weit öffnet,
plötzlich ein kurzes Schnalzgeräusch,
das überrascht, fast erschreckt
Es gibt viel Schlagwerk,
das unrhythmisch bearbeitet wird
eher Geräusche erzeugt,
viele Pausen
Gelegentlich ein Klavier,
das einen anderen Klangraum schafft
eher abstrakte Tonfolgen spielt
Kaskaden ohne Melodie
Dann Zitherklänge
mit asiatischem Flair
beruhigend, sanftmütig
Gegengewicht zum hektischen Schlagzeug
Ein Saxophon
wie eine verschwommene Wasserfarbe
Eine Frauenstimme singend
in einer mir unbekannten Sprache
Es gibt hier keinen Wohlklang,
aber auch keine völlige Disharmonie
Atonalität ja, aber keine Dissonanz
Alles ist möglich
Ich liebe die Langsamkeit,
wie alle Töne gleichberechtigt
nebeneinander stehen,
die Kurzweiligkeit der Stücke
Musik, die sich nicht anbiedert,
Musiker, die ihr Ding durchziehen,
die etwas wagen,
wo jedes Stück einen eigenen Kosmos schafft
Hier der Opener Confronting Silence:
Man sieht ihn förmlich
an sich vorbeirauschen und
wie er verschwindet
[Hermann van Veen – Kleiner Fratz (live 1975)]
Erst schilfig, dann voll
Trompetenklangverwandlung
Mittenrein ins Herz
[Mathias Eick – September, s.a. 4792]
Sag jetzt lieber nichts
Spanne nur die Ohren auf
Lass die Töne rein
[Mathias Eick – September]
Tempo rausnehmen
Sein verspultes Ding machen
Es fließen lassen
[Kurt Vile – hit of the highlife]
Ganz tief in mir drin
etwas zum Schwingen bringen,
das ich nicht kannte
[Eliana Glass – Flood]
Als Fan sein Idol
wieder zurückschubsen auf
den richtigen Weg
[James Griffiths – The Ballad of Wallis Island]