Schuhbandschlaufe rechts
verhakt sich in Öse links.
Falle auf Asphalt.
Schuhbandschlaufe rechts
verhakt sich in Öse links.
Falle auf Asphalt.
Steinchen, die in die
Wanderschuhe reinfallen,
sofort entfernen!
Unter Windrädern
auf Fünfmeterplattenweg
bei gut dreißig Grad.
Aus der Sommerhitze
rein in die erfrischende
Dorfkirchenkühle.
Ein lautes Pochen.
Das Herz des Kirchturmuhrwerks
schlägt. Die Zeit steht still.
Vor meinen Füßen:
Ins Unterholz verschwindet
eine Blindschleiche.
Trommelfellangriff:
Schmerzhaft laute Durchsagen
im Regionalzug.
Ich gucke durch den
Türspion mit dem Gefühl,
geseh’n zu werden.
Team T-Shirt gegen
Team Freier Oberkörper:
Barfuß dem Ball nach.
Einer der Abende,
wo sechsundzwanzig Grad
erfrischend kühl sind.
Äpfel geerntet.
Zwei Monate zu früh bei
zweiunddreißig Grad.
Vom Bach kommend, huscht
ein 🦊 über die Wiese
zurück zum Fuchsbau.
Guck mal, ein Schatten!
Durch die laue Sommernacht
fliegt ’ne Fledermaus.
A cool summer breeze.
Chiming guitars all around.
Jangle Pop heaven.
Die Äpfel fallen
nicht in der Mittagshitze.
Erst später, abends.
Das Stoppelfeld leer.
Die Grillen meditieren
laut und vernehmlich.
Rauschoptimierung.
Erst Fasten, dann ’ne Flasche
Veuve Cliquot süffeln.
[frei nach Amélie Nothomb – Die Kunst, Champagner zu trinken]
In der Dämmerung.
Aus der Deckung des Wäldchens
wagt sich ein Dachs vor.
Kaum am Zaun, kommen
die Pferde angetrottet.
Apfelliebhaber.
Beißender Geruch.
Woher? Aufgeplatzt ist der
Wadenfurunkel.
Das Krankenhausbett
zu kurz, so dass der Patient
nicht zu lange bleibt.
Ein zierlicher Fuchs
schaut im Stoppelfeld aus nach
Nestern von Nagern.
Wer vor dem Draht der
Pferdekoppel steht, werfe
den ersten Apfel.
Über die Wiese stakst
ein Falke, der erst spät auf
einen Baum hochfliegt.
Viel runter und rauf.
Der Duft von Kiefernnadeln.
Panoramabank.
[Der Überhöhische, Start/Ziel Hausen vor der Höhe]
Die Tauben gurren.
Fern zischt die S-Bahn vorbei.
Die Uhr tickt und tickt.
Un petit chat vient
soudain dans la nuit noire,
se frotte et part.
Wir schleichen uns an.
Die Füchse tollen im Feld.
Sie sehen uns spät.
30 Grad heute.
Tiefer Zikadengesang.
Grillengezirpe.
Der Mond nimmt noch zu.
Links davon strahlt Jupiter,
Saturn im Schlepptau.
In der Dunkelheit
ein frisch-würziger Geruch:
der Duft von Fenchel.
Where man and machine
meet and create mystic sounds:
pitch-black savanna.
[Jon Hassell – Seeing through Sound (Pentimento Volume Two) ]
Rotgelbe, weiche
Mirabellen schreien nach
einem Befreier.
Ein Reiher fliegt auf.
Ein Fuchs sucht Schutz im Maisfeld.
Wir füttern Pferde.
Wenn die Nacht sich senkt
und der Geruch frischen Heus
in die Nase steigt.
Pirsch in Dämmerung.
Fangspiel der drei Fuchsjungen
im Kornstoppelfeld.
Meister Lampe spitzt
die Löffel, hört uns und stellt
sich einfach mal tot.
Sounding warm, deep, blue.
Peter Green’s Gibson Les Paul.
A guitar with soul.
Zwei junge Füchse
spielen im Stoppelfeld und
flüchten ins Gebüsch.
Drei Reiher stehen
meditierend auf der Wies‘
vor dem Altkönig.
Vier junge Mädchen
picknicken mitten auf dem
Streuobstwiesenpfad.
Die kalte Dusche
auf Körper und Kopf morgens.
Startschuss für den Tag!
Der Mähdrescher zieht
eine Wolke aus Kornstaub
weit hinter sich her.
Majestätisch thront
der Falke auf dem Pfosten
am Feldwiesenrand.
Der Mann mit Frau
und Golden Retriever grinst breit
beim zweiten Treffen.
Die Sonnenblumen
schauen abends nach Osten.
In den nächsten Tag.
Im Strauchinneren
sind die reifsten Brombeeren.
Da, wo es weh tut.
Auf Stoppelfeldern
würde ich heute nicht mehr
barfüßig laufen.
Ton souffle est frais
quand je te fais des guilis
le long de ton bras.
Eine Berührung
und die reife Brombeere
fällt mir in die Hand.
Ein Ständer mit Rad
liegt auf der Überholspur.
Kann noch ausweichen.
Polizeiwagen
mit Blaulicht auf Autobahn
fährt Schlangenlinien.
Die Haselnüsse
aus dem Garten sind winzig
und zugleich köstlich.
Nach Hause kommen
und im Kühlschrank steht eine
Pulle Edelstoff.
„These days I’m struggling
to stand my own reflection …
And now I’m lighter …“
„From a pious West
to the wooded North, … the real
freaks live in the East.“
Das Weltraumrauschen
der Druckmanschette meines
Blutdruckmessgeräts.
Maximalkater
bei minimalem Einsatz:
Duckstein Weizenbier.
Statt Output Input.
Denn er kann auch anders, der
Dukatenscheißer.
Wie lange kann man
an einem Kirschkern lutschen?
Ein Jahr? Ein Leben?
Kampf gegen den Schlaf
auf der A9. Gut, dass es
Muntermacher gibt!