1941

Hat Selenskyj recht?

Ist das „Nie Wieder“ nur ein

Lippenbekenntnis?

7 Antworten to “1941”

  1. Klagefall Says:

    Das war wirklich heftig, ich bin mir nicht sicher. Die Schockstarre hat drei Wochen angehalten, jetzt gehen alle wieder zur Tagesordnung über. Insofern war die Rede ein Versuch, uns zu erschüttern, glaube ich. Ich weiß keine Antwort auf die Frage.

  2. ohrenschmaus Says:

    Ich bin da hin- und hergerissen. Einerseits kann ich ihn verstehen, andererseits ist eine Eskalation in niemandes außer evtl. Putins Interesse. Aber es ist irgendwie unfair, dass die Ukrainer wenn auch mit den Waffen der NATO, da alleine kämpfen und sterben. Ganz, ganz schwere Abwägung, wo beide Handlungsoptionen falsch und ummoralisch zu sein scheinen.

  3. Klagefall Says:

    Ich glaube, es geht noch nicht mal um militärische Eskalation, sondern um ein wirksames Embargo, dessen wirtschaftlichen Folgen wir nicht in Kauf nehmen wollen.

  4. ohrenschmaus Says:

    Nee, das sehe ich nicht so. In seiner Rede vor dem Bundestag bezieht sich das „Nie wieder“ auf das größte Massaker der Deutschen an Juden im 2. Weltrieg, das Massaker von Babin Jar ganz in der Nähe von Kiew. Das wird explizit damit verglichen, dass heute keine Flugverbotszone über der Ukraine errichtet wird, so dass tausende Ukrainer sterben müssen. Er hat recht und er hat unrecht weil er übers Ziel hinausschießt, dieser Vergleich ist meiner Ansicht nach unangemessen aber ich kann ihn verstehen, er ist ja auch selbst Jude. Hier das Video der Rede, ab Minute 14 spricht er hierzu: https://youtu.be/S23qkn53tJ4

  5. Klagefall Says:

    Er spricht an dieser Stelle von russischem Geld, von einem Embargo und von SWIFT. Er fragt, warum die Amerikaner mehr helfen als die Deutschen. Dass es keine Flugverbotszone geben wird, weiß er selbst. Aber selbst wenn, was hindert uns daran, die wirtschaftlichen Möglichkeiten gegen Russland und Waffenlieferungen unterhalb einer direkten militärischen Intervention auszuschöpfen?

  6. ohrenschmaus Says:

    Weil man von heute auf morgen nur unter Inkaufnahme einer starken Rezession auf russisches Erdgas verzichten könnte. Das würde dann auch bedeuten, dass Deutschland mehr mit sich zu tun hätte und der Ukraine und insbes. den Geflüchteten weniger helfen könnte. Sinn hat das auch nur, wenn man das durchhält und das ist mehr als fraglich. Langfristig wird der Ausstieg aus russischen Energieeimporten geplant und wird schon schwer und teuer genug. Außerdem ist fraglich, ob ein sofortiger Ausstieg überhaupt den Krieg großartig verkürzt. Russland ist was Treibstoff und Waffenproduktion angeht, ziemlich autark, außerdem haben sie riesige Währungs- und Goldreserven. Das ist alles nicht so einfach schwarzweiß.

  7. ohrenschmaus Says:

    Hier noch ein DLF-Beitrag. Die Experten sind uneins: https://www.deutschlandfunk.de/oel-und-erdgas-wuerde-ein-energieembargo-den-krieg-in-der-ukraine-aufhalten-dlf-5ad07ec7-100.html

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