5321

Verschwundene Blogs

Ich vermisse sie alle

Wo sind sie nur hin?

8 Antworten to “5321”

  1. Avatar von zartgewebt zartgewebt Says:

    William Michaelian, den ich überaus schätze, schrieb vor kurzem in seinem Blog dies hier, ich glaub, es passt ganz gut:

    Light as a Feather


    … mir ist dieser Gedanke übrigens auch nicht fremd, aber noch … schreibe ich sehr gerne ~

  2. Avatar von Klagefall Klagefall Says:

    Mich bewegt die Frage gerade sehr. Was machen wir mit unseren Blogs, wenn wir aufhören zu bloggen? Ich habe auch schon darüber nachgedacht, die Sachen still und leise zu löschen.

  3. Avatar von ohrenschmaus ohrenschmaus Says:

    Ich finde, es ist ein Unterschied, ob ich meine Bücher weg gebe oder mein Blog lösche. Von den Büchern muss ich mich ja sowieso spätestens bei meinem Tod trennen. Also die zu verschenken kann ich mir sehr gut vorstellen. Die gehören mir ja sowieso nicht wirklich. Aber mein Blog kann ja durchaus weiter bestehen im Internet. Wie ein digitales Buch, das ich der Welt überlasse. Mir ist der Gedanke fremd, es komplett zu löschen. Insbesondere so lange ich noch lebe, weil ich egoistisch wie ich bin selber gerne lese, was ich so alles schon in die Welt hinausposaunt habe. Sicherlich bin ich mein treuester Leser. Beim Lesen alter Einträge gibt es bei mir auch häufig einen Entfremdungs- bzw. Überraschungseffekt. Das soll ich geschrieben und gedacht haben. Echt?

  4. Avatar von ohrenschmaus ohrenschmaus Says:

    On second thoughts: Eigentlich meinte ich ja mit dem Haiku gar nicht verschwundene Blogs, sondern eher nicht mehr upgedate Blogs bzw. verschwundene Blogger. Was machen die jetzt, was denken die heute? Es ist unverschämt ich weiß, aber ein ganz bisschen finde ich mich von ihnen im Stich gelassen, ich denke da vor allem an einen. Es ist seltsam, aber einfach so aufzuhören, im Internet zu schreiben, finde ich etwas verantwortungslos gegenüber den Lesern. Aber da verlange ich sicher etwas zu viel…

  5. Avatar von Klagefall Klagefall Says:

    Blogs, die so stehenbleiben, sind wie eine verlassene Wohnung, in der die Tür nicht abgeschlossen worden ist. Man läuft da durch und traut sich nicht, irgendetwas anzufassen.

    Irgendeine Methode, sein Blog zu archivieren, wäre schön. Ich möchte das nicht meinen Nachkommen überlassen, alle drei Monate das Hosting weiterzubezahlen.

  6. Avatar von ohrenschmaus ohrenschmaus Says:

    Das mit dem Hosting nach dem Tod stimmt natürlich, da hast Du einen Punkt. Wobei man könnte ja auch einen Teil des Erbes dafür vorsehen. Aber so lange man noch lebt, könnte man ja auch weiterschreiben…

  7. Avatar von ohrenschmaus ohrenschmaus Says:

    Bzgl. Archivieren fällt mir noch ein, normalerweise ist das Blog ja schon archiviert, eine Kopie steht meist in der Wayback Machine. Man braucht nur den Schlüssel, die alte URL. Man könnte das Blog also problemlos löschen und es wäre immer noch da…

  8. Avatar von zartgewebt zartgewebt Says:

    Na ja, es geht Michaelian dabei nicht nur um Bücher, sondern – wie im letzten Satz ersichtlich – auch um seinen Blog. Auch hat er selbst Bücher geschrieben, wie ich in seiner „About-Seite“ gelesen habe. 😉
    „…Aus meinen Kritzeleien sind einige Bücher entstanden, manche veröffentlicht, manche nicht, manche in Übersetzung, und Berge von Wörtern und Zeichnungen in gedruckter Form und online – mehr, als ich mir zuverlässig merken oder dokumentieren könnte. …“
    Aber ich verstehe schon, was dich da bewegt, was du mit deinem Haiku vermitteln möchtest und mir geht es da ähnlich, was den Entfremdungs- bzw. Überraschungseffekt anbelangt.
    Als ich so ca. zehn Jahre bei „Blogigo“ schrieb, war mir alle paar Monate danach, meinen Blog zu löschen, weil ich immer das Gefühl hatte, WAS MACHE ICH DA BLOSS, wieso stelle ich mich hier zur Schau … und und und! Nur, als mein Blog dann plötzlich verschwand, also, die GANZE PLATTFORM über Nacht ins Nirvana abtauchte, da war ich dann schon leicht schockiert, aber nicht so sehr, weil meine Zeilen weg waren (ich habe nie etwas gespeichert, auch auf w.press nicht), sondern weil da durch das viele Kommentieren wunderbare Kontakte entstanden die ich nicht missen wollte (die dann aber leider ebenfalls – bis auf ein paar wenige – sich auflösten, weil ich ja von niemandem priv. Daten hatte).

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