5078

Riesenbuchhandlung

Übungen für Demente

Voll Fehlanzeige

3 Antworten to “5078”

  1. Avatar von zartgewebt zartgewebt Says:

    … hmmm, Übungen für Demente aus dem Buch? *seufz* Weiß nicht, ob DAS irgendwie Sinn machen oder helfen sollte. Besser vielleicht, altbekannte Musik hören lassen, Musik aus der Kindheit, der Jugend des Dementen oder auch alte Fotos schauen, dass sie nicht ganz so verloren sind, in dieser ihnen jetzt mehr oder minder unbekannten Welt. Ist soooo schwer das bzw. es wird ja mehr und mehr, dass ihnen die Welt entgleitet, die nahestehenden Menschen zu wildfremden werden. Selbst (meine Mutter war ja ein paar Jahre vor ihrem Tod schwer dement), fragte ich meine Mutter einmal (sie sprach mich immer mit Namen an, ganz euphorisch war sie da und freudig, wenn ich sie besuchte), ob sie mich denn kenne, wer ich denn sei, als sie plötzlich aufhörte, mich mit dem Namen anzusprechen. (Es rutschte mir so raus, denn ich sprach sie ja nie ob ihrer Demenz an.) Sie sagte: „Natürlich, ich kenne doch deine Stimme!“ Hmmm? Doch sie nannte mich nie wieder beim Namen. :-}

  2. Avatar von ohrenschmaus ohrenschmaus Says:

    Ich bin einfach erschrocken, dass zu einer Krankheit, die wahrscheinlich eine Mehrheit von uns erwartet, keine Praxisbücher in der größten Buchhandlung Deutschlands mit 10 Mio. vorrätigen Artikeln vorliegen. Doch ich glaube, es macht Sinn noch etwas das Gehirn zu trainieren in der Lage, bevor es völlig verkümmert. Für sie ist es auch ein Erfolgsgefühl, etwas rauszubekommen. Das Buch, was ich am Ende mitgebracht ist ein Reimbuch. Man muss Verszeilen vervollständigen mit einem Reim. Das Verrückte war, dass sie mir am Anfang sagte, das wäre zu einfach. Es gab aber dann auch einige Reimwörter, auf die sie nicht kam. Wir haben auch eine Art chinesisches Puzzle mit bunten Holzteilen in verschiedenen Formen gespielt, das ihr recht schwer fiel. Das mit der Verlorenheit stimmt, sie hat vor allem viele Halluzinationen, sieht Menschen, die nicht da sind etc. Zu gewissen Tageszeiten kann man ganz gut mit ihr sprechen, zu anderen kriegt sie kaum einen Ton raus.

  3. Avatar von zartgewebt zartgewebt Says:

    Das mit den Halluzinationen ist mir wohlbekannt, derer hatte meine Mutter auch viele. Sehr schwierig das, denn uns wurde oft gesagt, wir sollen ihr DAS lassen, ihr nichts ausreden etc., dennoch, manchmal fiel sie darob in Panik (war ja nicht immer Schönes, was sie da wahrnahm), und da konnten wir sie doch nicht darin verweilen lassen. *seufz*
    Ich wünsche euch ein „gutes Händchen“, viel, viel, viel Geduld und vor allem viel Herz, um das, was noch alles kommen mag bewältigen zu können.

Hinterlasse einen Kommentar