This entry was posted on Oktober 15, 2025 at 22:47 and is filed under DEU, film, haiku. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.
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Geschmäcker sind verschieden. Ich fand ihn schwer erträglich mit vielen qualvoll lang sich hinziehenden Szenen, in denen wenig geschah. Und wenn etwas passierte, war es meist eine Gewalttat, ein Suizid, ein Unfall, ein sexueller Übergriff oder ein anderer Missbrauch. Das hatte oft etwas sehr Freakiges. Mein Hauptproblem, dass der Film dauernd vor- und zurücksprang, es immer nur isolierte Szenen gab und das Ganze für mich keinen Sinn ergab. Wenn man die Gewaltgeschichte erzählen möchte, sollte man m.E. auch Ursachen erzählen und nicht Gewaltausbrüche scheinbar unmotiviert aneinanderreihen. Was soll der Erkenntnisgewinn für den Zuschauer sein? Die Idee, filmisch darzustellen, was sich in einem Haus in 100 Jahren über mehrere Generationen ereignet hat, finde ich sehr reizvoll, aber diese Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Und war mir auch zu einseitig, zu negativ. Den Film fand ich auch zu lang, zu unfokussiert. Das Gute an dem Film scheint mir allerdings zu sein, dass er viel Gesprächsstoff bietet.
Was soll der Erkenntnisgewinn für den Zuschauer sein?
Dass Gewalt sich vererbt. In vielen Formen. Immer unsichtbar. Bis sie im Alltag ausbricht und sich so fortpflanzt. Nicht nur in klassisch gewaltaffinen Milieus, nicht nur durch die üblichen Verdächtigen, sondern auch durch Strukturen, Traditionen und sog. Sachzwänge.
Das wäre mein Ansatz. Ich verstehe, dass man den Film schwer zugänglich empfinden kann. Bei mir hat er angeschlagen. Ziemlich tief sogar.
So kann man es sehen. Und das ist sicher nicht falsch. Aber mir fehlt hier der Einzelne, der ja für sich entscheiden kann. Auch im Film ist es so, dass die Personen wenig Konturen haben, keine Persönlichkeit, keinen Charakter zu haben scheinen. Als wären sie austauschbar. Als wäre das Ganze ein Lehrstück und für alle gültig. Das gefällt mir nicht. Das ist mir zu abstrakt. Und wie gesagt, da ist mir zu viel Freakshow. Das sind Zombies, keine Menschen.
Oktober 16, 2025 um 06:37
fand ihn großartig. ein Film über Gewalt und ihr nachklingen. leichte schwächen nur.
Oktober 16, 2025 um 19:51
Geschmäcker sind verschieden. Ich fand ihn schwer erträglich mit vielen qualvoll lang sich hinziehenden Szenen, in denen wenig geschah. Und wenn etwas passierte, war es meist eine Gewalttat, ein Suizid, ein Unfall, ein sexueller Übergriff oder ein anderer Missbrauch. Das hatte oft etwas sehr Freakiges. Mein Hauptproblem, dass der Film dauernd vor- und zurücksprang, es immer nur isolierte Szenen gab und das Ganze für mich keinen Sinn ergab. Wenn man die Gewaltgeschichte erzählen möchte, sollte man m.E. auch Ursachen erzählen und nicht Gewaltausbrüche scheinbar unmotiviert aneinanderreihen. Was soll der Erkenntnisgewinn für den Zuschauer sein? Die Idee, filmisch darzustellen, was sich in einem Haus in 100 Jahren über mehrere Generationen ereignet hat, finde ich sehr reizvoll, aber diese Umsetzung hat mich nicht überzeugt. Und war mir auch zu einseitig, zu negativ. Den Film fand ich auch zu lang, zu unfokussiert. Das Gute an dem Film scheint mir allerdings zu sein, dass er viel Gesprächsstoff bietet.
Oktober 17, 2025 um 07:06
Dass Gewalt sich vererbt. In vielen Formen. Immer unsichtbar. Bis sie im Alltag ausbricht und sich so fortpflanzt. Nicht nur in klassisch gewaltaffinen Milieus, nicht nur durch die üblichen Verdächtigen, sondern auch durch Strukturen, Traditionen und sog. Sachzwänge.
Das wäre mein Ansatz. Ich verstehe, dass man den Film schwer zugänglich empfinden kann. Bei mir hat er angeschlagen. Ziemlich tief sogar.
Oktober 17, 2025 um 14:26
So kann man es sehen. Und das ist sicher nicht falsch. Aber mir fehlt hier der Einzelne, der ja für sich entscheiden kann. Auch im Film ist es so, dass die Personen wenig Konturen haben, keine Persönlichkeit, keinen Charakter zu haben scheinen. Als wären sie austauschbar. Als wäre das Ganze ein Lehrstück und für alle gültig. Das gefällt mir nicht. Das ist mir zu abstrakt. Und wie gesagt, da ist mir zu viel Freakshow. Das sind Zombies, keine Menschen.